Gemeinde Wardenburg legt Jahresbericht vor / Corona-Einflüsse nicht überall zu spüren

„Mehr als handlungsfähig geblieben“

Das Rathaus der Gemeinde Wardenburg im Schnee.
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Rathaus Wardenburg: Die Krise brachte vor allem Schulden mit sich.

Wardenburg – Die Gemeinde Wardenburg hat ihren Rückblick auf das Jahr 2020 veröffentlicht. Herausgekommen ist ein Schrift- und Zahlenwerk, das insgesamt 91 Seiten umfasst. „Trotz der außergewöhnlichen Situation sind wir als Gemeinde mehr als handlungsfähig geblieben“, zeigt sich Bürgermeister Christoph Reents in der Mitteilung über die Herausgabe zufrieden.

„Im Zusammenwirken von Gemeindeverwaltung, Verwaltungsausschuss und Gemeinderat sowie mit unseren Kooperationspartnern haben wir einiges auf den Weg und zum Abschluss gebracht. Hierfür möchte ich mich bei allen Beteiligten ausdrücklich bedanken“, heißt es weiter. Dank müsse er auch allen Bürgern für deren umsichtiges Verhalten im Zusammenhang mit den coronabedingten Kontaktbeschränkungen aussprechen.

Künftig werde die Verwaltung vorbereitete Projekte wie etwa die Zentrale Umsteigehaltestelle oder das Baugebiet Stapelriede umsetzen und neue Ziele für die Zukunft zu entwickeln. „Hierbei spielt auch das Thema Digitalisierung eine zentrale Rolle“, führt Reents aus. Dies gelte auch für die Entscheidungsprozesse in den politischen Gremien, in denen „aus gegebenem Anlass“ neue Wege gegangen worden seien, wie beispielsweise die Durchführung von Ratssitzungen im „Hybrid-Format.“

Einige Eckpunkte aus dem Wardenburger Rückblick:

Die Gemeinde Wardenburg wächst weiter. Die Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr um 87 Personen auf 17 235 (Haupt- und Nebenwohnsitze) gestiegen. Im vorigen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 115. Die meisten Zuwächse verzeichneten die Orte Hundsmühlen (77) und Charlottendorf-Ost (45) sowie Wardenburg (14). Die meisten Rückgänge waren in Tungeln (25) und Südmoslesfehn (18) zu verzeichnen.

Das Hallenbad verzeichnete aufgrund der Pandemie insgesamt nur 13 897 Besucher; 2019 waren es 32 076 Badegäste.

Sportvereine: In 21 Vereinen in der Gemeinde Wardenburg waren insgesamt 8 017 Mitglieder (plus 198) gemeldet, 2 820 von ihnen sind Jugendliche.

In allen vier Grundschulen wurden Netzwerkverkabelungen installiert und ein flächendeckendes WLAN eingerichtet. Außerdem sind die Klassen der Stufen 3 und 4 mit interaktive Tafeln ausgestattet worden. Über das Ausstattungsprogramm des Bundes wurden „iPads“ zur Ausleihe sowie weitere Endgeräte über den Digitalpakt für die Schüler angeschafft.

Im Standesamt Wardenburg wurden im letzten Jahr 75 Eheschließungen vollzogen. Trotz der Corona-Pandemie sind dies 19 Trauungen mehr als im Jahr 2019. Außerdem wurden 82 Sterbefälle beurkundet, drei weniger als 2019.

Gewerbebetriebe: Im Dezember 2020 waren in der Gemeinde Wardenburg 1 470 Gewerbebetriebe gemeldet (plus 17), davon sind 648 steuerlich erfasst (minus sechs).

Gewerbesteuer: Im vergangenen Jahr betrugen die Gewerbesteuereinnahmen rund 8,192  Millionen Euro. Ein Jahr zuvor verbuchte die Gemeinde hier circa 10,053 Millionen Euro. Als Ausgleich für die Gewerbesteuerausfälle zahlte das Land Niedersachsen im Dezember 2020 einen Betrag in Höhe von rund 1,256 Millionen Euro.

Schulden: Zur Finanzierung der Investitionen wurde 2020 ein Kredit in Höhe von fünf Millionen Euro aufgenommen. Die Schulden belaufen sich dadurch auf 7,558 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,704 Millionen Euro.

Kinderbetreuung: Ende des Jahres verfügte die Gemeinde über 906 Kita-Plätze, 78 mehr als noch 2020.

Der gesamte Bericht findet sich im auch im Internet auf Seite der Gemeinde Wardenburg.

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