Stadtverwaltung und Polizei klären auf

Verkehrsregel-Infobesuche im Wohngebiet

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Infos für Autofahrer: Jens Kuraschinski (l.) und Rolf Quickert im verkehrsberuhigten Bereich.

Wildeshausen – „Vorsicht! Fuß vom Gaspedal“, sollte es eigentlich immer in verkehrsberuhigten Bereichen heißen. Am Mittwochabend war das aber im Baugebiet „Beim grauen Immenthun“ ganz besonders gefordert.

Denn auf der Bleicherstraße standen Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski, Polizeiverkehrssicherheitsberater Rolf Quickert sowie der Leiter des Wildeshauser Ordnungsamtes, Ralf Wübbeler, mit Faltblättern und erkundigten sich nach dem Ziel der Autofahrer. Dabei zeigte sich, dass viele der Befragten im Wohngebiet leben und zumeist auf dem Weg nach Hause deutlich zu schnell unterwegs waren. „Auf die Frage, welche Geschwindigkeit man hier fahren darf, wurde oft mit 30 Stundenkilometer geantwortet“, so Quickerts Erfahrung. Das aber sei in einem verkehrsberuhigten Bereich deutlich zu schnell. „Vier bis sieben Stundenkilometer sind erlaubt, bis zu zehn Stundenkilometer werden toleriert“, so der Polizeihauptkommissar. „Das ist praktisch Schrittgeschwindigkeit.“

Nach Angaben von Kuraschinski gibt es immer wieder Klagen aus den Wohngebieten, dass dort rücksichtslos gefahren wird. 80 Prozent der Wildeshauser Wohnbereiche seien mittlerweile verkehrsberuhigt. „Es zeigt sich aber wie auch heute hier, dass die meisten zu schnell Fahrenden von direkt vor Ort kommen“, stellte der Bürgermeister fest. In der nächsten Zeit wolle man auch andere Wohngebiete ansteuern, um die Autofahrer aufzuklären. „Dazu haben wir zusammen mit der Polizei neue Flyer erarbeitet“, berichtete Kuraschinski.

Die Autofahrer, aber auch alle anderen Anwohner erhielten die Faltblätter „Hinweise für ein gutes Zusammenleben in Wohngebieten“ sowie „Informationen zu den Regeln im verkehrsberuhigten Bereich“. In der erstgenannten Information wird beispielsweise darüber aufgeklärt, welche Ruhezeiten einzuhalten sind. Es geht aber auch um Baum- und Strauchbewuchs, die Straßenreinigung sowie den Winterdienst und die Frage, wie man einen Nachbarschaftsstreit gütlich beilegen kann. Zum verkehrsberuhigten Bereich erfuhren die Anwohner beispielsweise, dass Fußgänger die Straßen in ihrer ganzen Breite nutzen dürfen, dass überall Kinderspiele erlaubt sind, aber für den Fahrverkehr unterbrochen werden müssen, und dass für Fahrzeuge immer „rechts vor links“ gilt. Parken ist nur auf den dafür gekennzeichneten Flächen erlaubt, und wer den verkehrsberuhigten Bereich mit einem Fahrzeug verlässt, hat grundsätzlich Vorfahrt zu gewähren. 

dr

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