Optimierungsbedarf

FDP fühlt IGS auf den Zahn

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Viele Fragen zur IGS Wardenburg hatte die FDP-Kreistagsfraktion.

Wildeshausen/Wardenburg - Von Katia Backhaus. Einen Fragenkatalog zur IGS Wardenburg hatte die FDP-Kreistagsfraktion der Kreisverwaltung des Landkreises Oldenburg im November vorgelegt. Die nun pünktlich zur nächsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses vorliegenden Antworten verweisen auf Optimierungsbedarf.

Das Hauptproblem der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp in Wardenburg ist die Akzeptanz vor Ort. Diese steht auch im Fokus eines Fragenkatalogs zur Situation an der IGS, den die FDP-Kreistagsfraktion an die Kreisverwaltung gerichtet hat und der nun - inklusive Antworten - als Vorlage für die Sitzung des Schul- und Kulturausschusses am Dienstag, 19. Februar, im Kreistagsinformationssystem online verfügbar ist. Die Sitzung im Kreishaus beginnt um 17 Uhr.

Im aktuellen fünften Jahrgang, das zeigt die Schülerstatistik, gibt es drei Klassen mit insgesamt 61 Kindern. 54 Fünftklässler aus der Gemeinde Wardenburg haben sich hingegen für die Waldschule Hatten in Sandkrug entschieden. Diese Zahlen sind besonders für eine mögliche finanzielle Beteiligung des Landkreises Oldenburg am Ausbau der Waldschule von Interesse (wir berichteten). Die Oberschule, die in Trägerschaft der Gemeinde Hatten ist, soll noch in diesem Jahr mehrere neue Klassen- und Fachräume bekommen. Da sie aber zahlreiche Schüler aus den Nachbargemeinden und vor allem aus Wardenburg aufgenommen hat, fordert Bürgermeister Christian Pundt für die Erweiterung die volle Kostenübernahme durch den Landkreis - mehr als vier Millionen Euro.

Wie aber kommt es, dass die Wardenburger ihre Kinder nicht an die weiterführende Schule vor Ort schicken?, fragt die FDP. Vonseiten der Kreisverwaltung heißt es dazu, offensichtlich hätten sich viele Eltern „nicht oder nicht ausreichend mit den pädagogischen Unterschieden zu den bekannten Schulformen auseinander gesetzt, die IGS-typisch sind“. Dazu gehört unter anderem die Arbeit mit Themenplänen oder Lernentwicklungsberichten, die bis zum Ende des achten Schuljahrs die Notenzeugnisse ersetzen.

Außerdem habe die IGS keinen eigenen Schulbezirk, aus dem sie einen festen Schülerstamm ziehen könnte, heißt es in der Vorlage der Kreisverwaltung weiter. In der Regel besuchen die Schüler einer Gemeinde verpflichtend eine bestimmte Oberschule, wenn sie sich gegen ein Gymnasium entscheiden. Nichtsdestotrotz habe die IGS aber mit insgesamt 559 Kindern im Vergleich zu den anderen Oberschulen im Landkreis eine überdurchschnittliche Schülerzahl, so die Kreisverwaltung. Den Mittelwert von 486 Kindern überschreite lediglich die Waldschule Hatten mit 744. Die meisten Schüler der IGS kommen aus der Gemeinde Großenkneten (196), Wardenburg folgt mit 175. Nach Hatten mit 54 Kindern fallen die weiteren Gemeinden (Hude, Ganderkesee, Dötlingen), die Städte Wildeshausen und Oldenburg sowie der Landkreis Ammerland mit jeweils weniger als 27 nach Wardenburg pendelnden Schülern kaum ins Gewicht.

Die Kreisverwaltung stehe im intensiven Kontakt zur Schulleitung und rate, stärker auf die Unterschiede der Schulform IGS im Vergleich zu einer regulären Oberschule hinzuweisen, heißt es in der Vorlage. Die Erziehungsberechtigten müssten besser beraten und informiert werden - auch, „um falschen Annahmen in der Elternschaft begegnen zu können“. In der Zusammenarbeit mit den Grundschulen gebe es ebenfalls „noch deutlichen Raum für Verbesserungen“, schreibt die Kreisverwaltung.

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