Frauke Heiligenstadt informiert sich über Angebote von Ganztagsschulen

Kultusministerin schlägt an der IGS Wardenburg auf

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Bei der Präsentation des sportlichen Nachmittagsangebots an der Schule griff die Ministerin kurzerhand auch mal selbst zum Tennisschläger.

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt besucht derzeit diverse Ganztagsschulen im Land. Deren weiterer Ausbau ist erklärtes Ziel der Landesregierung, deshalb informiert sich die SPD-Politikerin über die verschiedenen Angebote und Konzepte. Auch im Landkreis Oldenburg machte Heiligenstadt Station.

Normalerweise verteilen sich an der integrierten Gesamtschule (IGS) „Am Everkamp“ in Wardenburg die verschiedenen Nachmittagsangebote auf mehrere Tage. Doch beim Besuch der Ministerin wollte die Einrichtung natürlich so viele wie möglich präsentieren: Forscherwerkstatt, Umwelt-AG, Streitschlichter und verschiedene Sportangebote hatten sich im Foyer der Schule postiert. Nebenan probten Band und Chor der Schule noch einmal für die gemeinsame Aufführung vor dem prominenten Gast.

Doch alle beteiligten Schüler und Lehrkräfte mussten sich zunächst in Geduld üben. Bevor sie in den Landkreis kam, hatte Heiligenstadt noch einen Termin in der Stadt Oldenburg. Dort besuchte sie die IGS Kreyenbrück. Mit ein wenig Verspätung kam die Ministerin schließlich in Wardenburg an.

Allerdings noch nicht bei den Jungen und Mädchen, die darauf warteten, von ihren nachmittäglichen Beschäftigungen an der Einrichtung zu berichten. Schulleiter Gernot Schmaeck führte Heiligenstadt zunächst durch einen Seiteneingang ins Gebäude. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit stellte Schmaeck das offene Ganztagsschulkonzept in Wardenburg vor. Vielleicht ging es auch noch um andere Themen – das wissen nur die vom Schulleiter zugelassenen Gäste dieser Besprechung.

Eine Dreiviertelstunde später war es dann soweit: Heiligenstadt ging die verschiedenen Stände ab und nahm sich Zeit für kurze Gespräche mit den Schülern. „Selbstbewusst und engagiert“ hätten die Jungen und Mädchen die jeweiligen Angebote vorgetragen, sagte Heiligenstadt. „Dabei ist deutlich geworden, wie viel Freude es ihnen bereitet.“ Wie zum Beispiel der Achtklässler Tammo Göttsche, der die AG der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vorstellte. Die Vielfalt des Nachmittagsangebots und das „große Engagement an dieser Schule“ hob Heiligenstadt anschließend lobend hervor.

Die Landesregierung möchte innerhalb der aktuellen Legislaturperiode rund eine Milliarde Euro zusätzlich in den Bereich Bildung investieren, erläuterte die Kultusministerin. Etwa 260 Millionen Euro sollen allein in den Ausbau der Ganztagsschulen fließen, womit dieses Vorhaben „neben der Inklusion der größte Bereich“ wäre, so Heiligenstadt.

Was sie dabei bei ihrer Rundreise durch die Ganztagsschulen im Land interessiere, sei nicht nur das Angebot als solches, sondern auch seine Einbindung in den Schulalltag und wie es sich im Hinblick auf die Adressaten noch besser organisieren lasse. Ihr „Resümee der vergangenen Wochen und Monate“ laute, so die SPD-Politikerin, dass „der Trend eher zu einem teilgebundenen Ganztagsangebot“ gehe. Das würde sich auch bei der Ressourcenzuweisung positiv bemerkbar machen, da sich diese nicht mehr nach der Anzahl der Klassen, sondern nach Angebot und Teilnehmern richte. Schmaeck erklärte, das auch an der IGS über eine entsprechende Änderung nachgedacht werde.

Nach dem Termin in Wardenburg ging es für die Kultusministerin weiter nach Hude zur Peter-Ustinov-Schule.

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