Öffentliche Gesprächsrunde

„Aktenzeichen H5N8 ungelöst – Woher kommt der Geflügelpestvirus?“

Wardenburg - Das Nordwestradio geht am Dienstag, 21. März, von 15 bis 16 Uhr in einer Gesprächsrunde der Frage nach: „Woher kommt der Geflügelpestvirus wirklich?“. Zu der Veranstaltung im „Wardenburger Hof“ an der Oldenburger Straße 255 in Wardenburg sind Gäste willkommen. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Sendung soll am Mittwoch, 22. März, von 18.05 bis 19 Uhr ausgestrahlt werden. Teilnehmer der Gesprächsrunde mit Nordwestradio-Moderator Stefan Pulß sind Professor Eberhard Haunhorst, Präsident des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves), Wissenschaftler Werner Hupperich, Landes-Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, und Putenhalter Eckhard Wendt aus der Gemeinde Großenkneten.

Ende November kamen die ersten erschreckenden Meldungen: Tote Wildvögel in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in der Schweiz, Ungarn und Polen beunruhigten Landwirte und Wissenschaftler. Die verordnete Stallpflicht für Geflügel konnte es nicht verhindern: Die Vogelgrippe ist zurück. An Weihnachten kam sie auch im Landkreis Oldenburg an. Und die aktuell grassierende Geflügelpest hat ein bisher unbekanntes Ausmaß erreicht. Dem Friedrich-Loeffler-Institut zufolge hat die Seuche inzwischen 13 Bundesländer und drei Kontinente erfasst. Experten sprechen von einer Pandemie unter Wildvögeln. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit sei beachtlich, sagt Thomas Mettenleiter, Präsident des Instituts.

In der Sendung soll geklärt werden, wie sich die hochansteckende Variante des H5N8-Virus in kurzer Zeit von Korea bis nach Europa und Nordafrika verbreitete. Unter Verdacht stehen einerseits Zugvögel, anderseits die weltumspannenden Handelsbeziehungen der Geflügelindustrie mit dem Transport von Eiern, Küken, lebenden Tieren und Geflügelprodukten. Je länger die Epidemie andauert, desto größer wird der wirtschaftliche Schaden für die Tierhalter und Fleischexporteure, vor allem in Niedersachsen.

Zudem stehen folgende Fragen auf der Tagesordnung: Ist die Ursachenforschung bei der Geflügelpest einseitig? Welche Hilfe benötigen die betroffenen Landwirte dringend?

Rubriklistenbild: © dpa

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