Alpenverein baut in Hundsmühlen

Auf 26 Routen bis in 16 Meter Höhe klettern

Arbeiten bis kurz vor dem Richtfest: der neue Kletterturm in Hundsmühlen.
+
Arbeiten bis kurz vor dem Richtfest: der neue Kletterturm in Hundsmühlen.

Hundsmühlen – „Fest verankert in der Erde, ist der Turm aus Holz gebaut. Er sollte früher fertig werden, hat aber nicht hingehauen“, begann am Mittwochabend Reinhard Krumbholz, Leiter der Bauplanungsgruppe, seinen Spruch zum Richtfest des fertig montierten Kletterturms in Hundsmühlen (Gemeinde Wardenburg). Etwa 30 Unterstützer, Helfer und Verantwortliche waren zusammengekommen, um den ersten frei stehenden Kletterturms Niedersachsens seiner Art einzuweihen. Darunter auch Thomas Tamke, Vorstand Klettern des Deutschen Alpenvereins Oldenburg (DAV).

„Begonnen haben wir am 23. August mit den Arbeiten am Fundament. Das war besonders kompliziert, da es ja auch Windlasten aushalten muss. Die eigentliche Planung begann aber schon weit früher“, erzählte Tamke. Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe seien die Vorbereitungen und das Beschaffen von Fördergeldern vonstattengegangen. Im September seien dann die eigentlichen Arbeiten am etwa 16 Meter hohen Turm angefangen.

„Einige Komplikationen gab es dann aber schon“, gestand Tamke. Die Preisschwankungen der Baustoffe seien zwar noch einigermaßen im Rahmen gewesen, das Wetter sowie einige Lieferverzögerungen hätten das Projekt jedoch rund vier Wochen hinter den Zeitplan geworfen. „Geklappt hat es ja aber trotzdem vor dem Winter.“ Sein Dank gelte insbesondere den Fassadenbauern, die in Doppelschichten an der Montage der Wände gearbeitet hätten. „Zudem danke ich allen Unterstützern und der Arbeitsgruppe, die sich seit mehr als einem Jahr mit der Errichtung dieses Turmes beschäftigte“, wandte sich Tamke an die Besucher.

Baugleicher Turm in Schleswig-Hostein

Da die Verantwortlichen, nicht wie bei einem Richtfest üblich, einen Nagel in die Wand schlagen wollten, entschieden sie sich, die ersten Klettergriffe anzuschrauben. Der Rest werde je nach Wetter im Dezember folgen. Spätestens im kommenden Frühjahr werde der Turm für die Besucher eröffnet. Dann können die Sportbegeisterten auf 624 Quadratmetern Kletterfläche auf 26 verschiedenen Routen den Weg nach oben suchen. Die Außenanlage wird dann durch die angrenzende Kletterhalle „Up“ zu betreten sein.

Und wie teuer ist das Projekt? „Insgesamt werden wir die geplanten Kosten von 375 000 Euro übersteigen. Eine endgültige Summe haben wir aber noch nicht“, verriet Tamke. Da ein baugleicher Turm aber schon in Kiel stehe, konnte ein wenig an Planungs- und Entwurfskosten gespart werden. Finanziell unterstützt wurde der DAV bei seinem Vorhaben durch das europäische Förderprogramm für den ländlichen Raum („Leader“) mit 100 000 Euro, einem Zuschuss der Sportstättenförderung des Landessportbunds Niedersachsen mit ebenfalls 100 000 Euro sowie Fördermitteln des Landkreises Oldenburg mit 93 750 Euro.

Bringt den ersten Griff an: Thomas Tamke, Vorstand Klettern des DAV Oldenburg.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Illegales Corona-Testzentrum in Wildeshausen geschlossen

Illegales Corona-Testzentrum in Wildeshausen geschlossen

Illegales Corona-Testzentrum in Wildeshausen geschlossen
Test-Kapazitäten in Wildeshausen hoffnungslos überfordert

Test-Kapazitäten in Wildeshausen hoffnungslos überfordert

Test-Kapazitäten in Wildeshausen hoffnungslos überfordert
Harpstedter Eisdiele mutiert zu Schnellteststation

Harpstedter Eisdiele mutiert zu Schnellteststation

Harpstedter Eisdiele mutiert zu Schnellteststation
Querdenker-Demo in Wildeshausen

Querdenker-Demo in Wildeshausen

Querdenker-Demo in Wildeshausen

Kommentare