Behördenleitertreffen auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür

„I want my Dream“ – jetzt neues Assistenzmodell

Jörg Arendt-Uhde (3. von links) erläuterte den Gästen einige Pläne für denzentrales Wohnen. ·
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Jörg Arendt-Uhde (3. von links) erläuterte den Gästen einige Pläne für denzentrales Wohnen. ·

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Dezentralisierung, die derzeit von der Diakonie Himmelsthür in der Kreisstadt vollzogen wird, ist nichts Neues. Wohl aber, dass parallel ein völlig neues Konzept in Bezug auf die Kunden (Bewohner) auf die Beine gestellt wird.

Das machten Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde und seine Stellvertreterin Birgit Hopp gestern während des Behördenleitertreffens auf dem Gelände der Diakonie deutlich.

Neben Bürgermeister Kian Shahidi waren Vertreter von Polizei, Gericht, von der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften, der Volkshochschule, der Straßenmeisterei, der Agentur für Arbeit sowie vom Landkreis gekommen.

Unter dem Motto „I want my Dream – Träume unterstützt verwirklichen“ wird Schritt für Schritt ein neues Assistenzmodell eingeführt. „Das ist ein langer Weg, eine völlige Umstellung für unsere Mitarbeiter. Die Selbstbestimmung der Kunden steht dabei stets im Mittelpunkt“, erklärt Ahrend-Uhde.

Nach dem Schema „Vom Betreuer zum Begleiter“ drehe sich bei dem Konzept „Persönliche Assistenz“ alles darum, dass der Kunde sein Leben selber plane und bestimme. „Für alle Kunden wird dabei ein genauer Lebensplan entwickelt“, sagt Birgit Hopp. Die Tradition der Betreuung, wie es bislang der Fall sei, sei damit bald Vergangenheit: „Vielmehr sagt der Mensch mit Behinderung exakt, wen er an welchen Tagen für welche Tätigkeit als Begleiter haben möchte.“ Es gebe die „Fremdbestimmung“ dann nicht mehr. Es sei eben sehr wichtig, dass soziale Ausgrenzung vermieden und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werde.

Arendt-Uhde machte aber auch keinen Hehl daraus, dass diese Umstellung, dieses völlige Umdenken, für einige Mitarbeiter ein recht schwieriger Schritt sei.

Der Regionalgeschäftsführer stellte den Gästen zudem einige Pläne eines weiteren Projektes für dezentrales Wohnen in Sandkrug vor. Dort werden 24 Kunden in Einzelzimmern untergebracht: „Der Schritt, ein solches Objekt zu verwirklichen, ist nicht immer leicht. In Sandkrug wurde sehr schnell eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen den Bau des Hauses richtete.“ Da seien sehr viele Gründe aufgeführt worden, um eine Verhinderung erreichen zu können.

Hierzu konnte Birgit Hopp berichten, dass im Laufe der Zeit sehr viel mit den Nachbarn geregelt worden sei: „Im Vorfeld gibt es wenig Akzeptanz, wenn das Objekt dann bewohnt ist, entspannt sich die Lage recht schnell. Dann kommt es sogar zu einem vernünftigen Miteinander mit den Nachbarn.“

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