„donum vitae“ feiert Zehnjähriges

Wagnis ist im Jahr 2000 gelungen

Begrüßung: Dr. Ina-Maja Lemke Hadick, Christa Heimermann, Dr. Kian Shahidi und Manuela Schnoor (v.l.), die mit Sohn Marvin die regelmäßigen Gruppentreffen besucht.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· „Ein Wagnis gelingt“, stand als Thema für den Festakt über der Einladung. Und jeder der Beteiligten wusste noch sehr gut, dass es vor zehn Jahren in der Tat ein Wagnis war, in der Kreisstadt die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Frauen beraten – donum vitae“ zu installieren. Umso wichtiger war es daher gestern für die Verantwortlichen, das zehnjährige Bestehen der Einrichtung, die heute „donum vitae Wildeshausen“ heißt, im Rathaus zu feiern.

Vorsitzende Christa Heimermann konnte viele Gäste begrüßen. Darunter auch Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche. Grußworte sprachen Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dr. Ina-Maja Lemke-Hadick, sowie die Vorsitzende des Landesverbandes „donum vitae“, Marlies Hukelmann.

In ihrer Rede ging die Vorsitzende auf den Werdegang des Vereins ein, der im Jahr Jahr 2000 aus dem Sozialdienst katholischer Frauen hervorgegangen ist. Dieser hatte am 1. Januar 1996 die Schwangerschaftsberatungsstelle ins Leben gerufen. „Der Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerschaftskonfliktberatung zum 1. Januar 2001 machte die Neugründung erforderlich“, betonte Christa Hei-mermann.

Mit ihren Grußworten schlugen alle Redner in die gleiche Kerbe und stellten die Wichtigkeit dieser Beratungsstelle, die sich rührend um die Frauen kümmere, heraus. „Schwangerschaft ist sicherlich meist etwas schönes. Leider aber gibt es sehr viele Frauen, die eben diese Zeit nicht genießen können“, betonte Dr. Shahidi. Oft seien es finanzielle Probleme, die die Vorfreude auf den Nachwuchs trübten: „Dann sind die Frauen von ,donum vitae‘ zur Stelle.“ Dr. Ina-Maja Lemke-Hadick griff noch einmal den Werdegang auf und zollte den Frauen Respekt, diesen wichtigen Schritt zum Wohle vieler anderer Frauen gemacht zu haben.

Mit „Wertvoll bist Du in meinen Auge – sichere Bindung für ein gelingendes Leben“ war der Festvortrag von Diplom-Psychologin Annette Ueberschär überschrieben. Wer jedoch einen hoch wissenschaftlichen Vortrag erwartet hatte, sollte sich geirrt haben. Vielmehr verstand es die Rednerin brillant, auf das Konstrukt Familie einzugehen und die Wichtigkeit der Wertschätzung eines jeden Menschen deutlich zu machen. Unter dem Begriff „Sichere Bindung“ sprach sie die Tatsache an, dass bereits in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt eines Kindes die Mutter oder eine andere Bezugsperson eine gefühlsmäßige Bindung zum Baby aufbauen könne. Daher sei eben ein solches Vertrauensverhältnis für die weitere Entwicklung von großer Wichtigkeit: „Wir sollten alles tun, um die Bedingungen für Eltern und ihre Kinder so optimal wie möglich zu gestalten. Die Arbeit der Beraterinnen von ,donum vitae‘ ist weit mehr als nur die Beantragung finanzieller Unterstützung.“

Den Frauen werde während der Gespräche stets signalisiert, dass sie wichtig sind und jetzt im Mittelpunkt stehen: „Und egal, wie sie sich nach der Beratung entscheiden, sie können immer wiederkommen und sich Unterstützung holen.“

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