Pegel an Hunte und Delme steigen stetig / „Talsperre“ an der Kreisgrenze noch nicht nutzbar

Wachsamer Blick auf Wasserstand

Randvoll: Die Hunte – hier in Colnrade – führte gestern Nachmittag Hochwasser.

Landkreis - (ck) · Häufiger als sonst blicken die Verantwortlichen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) derzeit auf die Pegelstände der wichtigsten Flüsse. Trotz der sichtbar breiteren Ströme beurteilte Jörg Vollmerding als zuständiger NLWKN-Mitarbeiter für Hochwasserschutz die Lage als „noch nicht kritisch“. Allerdings räumt er ein, dass die Schneeschmelze nun „erschwerend hinzu kommt“.

Immerhin stieg der Pegel der Delme an der Mess-Stelle in Holzkamp auf Ganderkeseer Gebiet seit vergangenem Donnerstag bis gestern Mittag um mehr als 50 Zentimeter auf nun 3,17 Meter. Bei weiteren 33 Zentimetern besteht die Gefahr von Ausuferungen.

Matthias Stöver als Geschäftsführer des auch für Delme zuständigen Ochtumverbands bleibt jedoch bisher gelassen: „Momentan bewegt sich alles im Rahmen. Wenn es bei diesen Niederschlagsmengen von täglich sieben bis acht Zentimetern pro Quadratmeter bleibt, ist das kein Problem.“

Allerdings räumt auch Stöver ein: „Der Boden ist augenblicklich gesättigt: Vieles von dem Regen läuft gleich von der Oberfläche in die Gewässer ab.“

Einiges in puncto Hochwasserschutz hat der Verband in jüngster Zeit auf den Weg gebracht – das größte Projekt stellt zweifelsfrei das Rückhaltebecken südlich der Autobahn 28 an der Grenze des Landkreises Oldenburg zur Stadt Delmenhorst dar. „Dieses Bauwerk können wir aber leider noch nicht einsetzen“, erklärte Stöver. Zwar seien die Beckenwände fertig gestellt, die Dammanlagen aber noch nicht in der vorgesehenen Höhe von 4,70 Metern aufgeschüttet. Das Wasser fließt zurzeit also durch dieses System, das formal als Talsperre gilt.

Am Colnrader Pegel der Hunte kletterte der Wasserstand zuletzt stetig – seit Donnerstag um mehr als 50 Zentimeter auf 3,54 Meter gestern Abend. Der Wert erreichte damit die erste Stufe des Hochwassermeldedienstes. Jörg Vollmerding von der NLWKN-Betriebsstelle Brake-Oldenburg gewinnt der Witterung immerhin noch etwas Positives ab: „Ganz so stark war der Boden in den vergangenen Wochen wegen der isolierenden Schneedecke nicht gefroren, so dass er vielleicht noch Niederschlag aufnimmt.“ Doch der Schnee bedeute nichts anders als „gespeichertes Wasser“, das jetzt abfließe.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Heimsieg für Hannover 96 - VfL Osnabrück rückt vor

Heimsieg für Hannover 96 - VfL Osnabrück rückt vor

Empfang für die Feuerwehren in der Gemeinde Weyhe

Empfang für die Feuerwehren in der Gemeinde Weyhe

Alena Gerber auf Ibiza: Fotos ihres September-Trips

Alena Gerber auf Ibiza: Fotos ihres September-Trips

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Frankreichs Regierung verteidigt Rentenpläne

Meistgelesene Artikel

„Einbruch“ ins Feuerwehrhaus

„Einbruch“ ins Feuerwehrhaus

Diakonie: „Wir haben verstanden“

Diakonie: „Wir haben verstanden“

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

LzO übergibt 10 000 Euro an Vereine

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Kreis prüft Ampel an Harpstedter Straße

Kommentare