Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder zu Besuch bei „Planen Niehaus“

Visitator interessiert sich auch für die lokale Wirtschaft

Jörg Niehaus stellte Pastorin Elisabeth Saathoff, Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder und Ippeners Bürgermeister Georg Drube (v.l.) sein mittelständisches Unternehmen vor. ·
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Jörg Niehaus stellte Pastorin Elisabeth Saathoff, Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder und Ippeners Bürgermeister Georg Drube (v.l.) sein mittelständisches Unternehmen vor. ·

Gross Ippener - Von Jürgen Bohlken. „Mich interessieren auch die ethischen Standards, die hier bedeutsam sind“, sagte Dr. Jörn-Michael Schröder, Superintendent des Kirchenkreises Syke-Hoya, gestern während eines Besuches bei „Planen Niehaus“ im Rahmen der Visitationswoche in der evangelischen Gemeinde Harpstedt.

Auch für die Produktionsabläufe interessierte sich der Kirchenmann, hier im Gespräch mit Jörg Niehaus (l.) ·

Nach einem gemeinsamen – geführten – Rundgang mit den Pastoren Gunnar Schulz-Achelis und Elisabeth Saathoff, Kirchenvorsteher Heiner Kieselhorst und Bürgermeister Georg Drube durch das im Gewerbegebiet Groß Ippener ansässige Unternehmen urteilte er: „Dass der Betrieb vor Ort produziert, finde ich großartig.“ Und die Arbeitsplätze dort seien für die Arbeitnehmer sicher attraktiv.

Stolz berichtete Jörg Niehaus, der heute gemeinsam mit seiner Mutter Ursula die Firmengeschäfte führt, die elfköpfige Belegschaft bestehe durchweg aus ausgebildeten Kräften. „Wir beschäftigen weder Hilfs- noch Zeitarbeiter.“

Der mittelständische Betrieb produziert, vertreibt und repariert unter anderem Sonnensegel, Vorzelte, generell Beschattungssysteme, Persennings und Lkw-Planen, führt Polsterarbeiten für Wohnwagen und Boote aus und bietet überdies hochwertige Markisen eines renommierten Herstellers an. „Unsere größten Kunden haben wir immer noch in der Industrie“, erläuterte Niehaus. Gleichwohl komme der Privatklientel eine wachsende Bedeutung zu. „Die Markisen, die wir vertreiben, sind auf dem deutschen Markt die teuersten, aber“, so betonte der Unternehmer selbstbewusst, „auch die hochwertigsten, was die Qualität angeht.“

Niehaus verhehlte nicht, dass sich Extremwetterlagen für gewöhnlich positiv auf die Auftragslage auswirken. Der vergangene lange Winter dämpfte indes das Geschäft. „Ich bin kein Schwarzseher, aber wir haben momentan schon ein bisschen zu knapsen“, gab der 45-Jährige zu. Gleichwohl gehe es „Planen Niehaus“ im Verhältnis zu anderen Firmen „nicht schlecht“. Dafür, so der Unternehmer, „tun wir aber auch etwas“. Für ihn selbst sei eine Arbeitswoche nicht schon nach 40 Stunden vorbei. Auf die Frage Schröders, wie viele Wettbewerber es in der Region gebe, erwiderte Niehaus schmunzelnd: „Zu viele.“

Die Besucher bestaunten stylische Windbreaker mit tollen Fotomotiven, eine Markise, über die man –

Musik aus

der Markise

mittels i-Pod-Ansteuerung sogar Musik hören kann, oder auch unverwüstliche Nähmaschinen, die seit Jahrzehnten ihren Dienst im Unternehmen verrichten und wegen ihrer Reparaturunanfälligkeit bis dato nicht durch neue ersetzt worden sind. Auch Kurioses konnte Niehaus berichten: Vor einigen Jahren seien 1 200 Sonnensegel für Hühner (!) nach Dubai geliefert worden.

Die Firma war ursprünglich ein Delmenhorster Unternehmen. Jörg Niehaus‘ Großvater Johann Hinrich, Sattler, Polsterer und Dekorateur, hatte sich 1927 in der Delmestadt selbständig gemacht. In zweiter Generation führte der Raumausstattermeister Hans-Jörg Niehaus, Henning genannt, den Betrieb weiter. In diese Phase fällt auch der 1990 vollzogene Umzug ins Gewerbegebiet Groß Ippener. „Planen Niehaus“ hatte seinerzeit nach einem neuen Standort gesucht, in Delmenhorst aber keine passende Fläche angeboten bekommen. Bereut hat das mittelständische Unternehmen die Ansiedelung an der A1 nicht – im Gegenteil: „Das war das Beste, was uns passieren konnte“, sagte Jörg Niehaus.

Zur evangelischen Gemeinde Harpstedt gibt es eine Verbindung, die schon gut zehn Jahre zurückliegt. Seinerzeit bekamen interessierte Firmen Gelegenheit, sich gegen einen Obolus für die Renovierung der Christuskirche mit Bannerwerbung am „eingerüsteten“ Gotteshaus zu präsentieren, das deshalb vorübergehend einer Litfaßsäule ähnelte. Die Aktion war durchaus nicht völlig unumstritten. Viele Werbebanner fertigte damals „Planen Niehaus“.

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