Herbert Bartmann morgen im Rahmen des „Gartenkultur-Musikfestivals“ auf Kreishaus-Platz zu Gast

Vielseitiger Instrumentalist und Sänger

Herbert Bartmann, Frank Eger und Angela Ceranka (v.l.) freuen sich auf das morgige Konzert im Grünen.

Oldenburg - LANDKREIS/WILDESHAUSEN (ck) n Kurz vor der Zielgeraden des „Gartenkultur-Musikfestivals“ biegt ein vielseitiger Künstler auf das Gelände des Kreishauses in Wildeshausen ein: Mit verschiedenen Flöten, einem Dudelsack, seiner Gitarre und dem „Cajon“, einem südafrikanischen Perccussioninstrument will Herbert Bartmann dem Publikum morgen einen variationsreichen Konzertabend bieten.

Los geht es um 18.30 Uhr im Hof des Verwaltungsgebäudes mitten im Grünen. Bei Regen ziehen er und die Zuhörer ins Innere um.

Bei freiem Eintritt und Getränken zu zivilen Preisen singt der Liedermacher aus der ostfriesischen Stadt Norden auf plattdeutsch – nach dem Motto: „Ostfreeske Leder (Lieder), Woorden (Worte) und Musik“. Vor allem Melodien seiner 2007 erschienenen CD „Temmi“ bringt er live auf die Open-Air-Bühne. „Ich versuche, den Rhythmus der Sprache in meine Musik mit einzubringen“, erläuterte der 51-jährige Musikschullehrer gestern während der Vorstellung des Programms.

Bei „Temmi“ handelt es sich um den im ostfriesischen Platt abgewandelten Begriff für ein Schwein, das Herbert Bartmann in einem Song ebenfalls entsprechend würdigt. Die Geschichte stammt aus Überlieferungen von der Küste, in der Musik hingegen schwingen heimische Klänge gleichermaßen mit wie Einflüsse aus Schottland und Irland. Seine Prägung vom „College of Pipes“ in Glasgow, wo der Ostfriese das Dudelsackspielen erlernte, kann – und will – er nicht verleugnen.

Neben den Tönen kommt es Herbert Bartmann aber auch auf die Texte an – damit will er einen Beitrag zum Erhalt der plattdeutschen Sprache leisten. Kein Gast müsse Verständnisschwierigkeiten befürchten, denn „bevor ich in die Lieder und Döntjes einsteige, erkläre ich auf hochdeutsch, worum es in der Handlung geht“. Andernfalls bliebe es im Fall des ausschließlichen Zuhörens nur beim „musealen Charakter“: „Die Leute sollen es aber begreifen, wie sie mit Plattdeutsch im Alltag umgehen können.“

Auch deshalb hatte Angela Ceranka vom Kulturamt des Landkreises Oldenburg den Künstler von der Küste für diesen Abend verpflichtet: „Wir wollen helfen, die Freude an dieser Sprache zu reaktivieren und nicht nur altes Brauchtum wieder aufleben lassen.“ Doch selbst diese Rückbesinnung auf Regionstypisches mache den Erfolg des „Gartenkultur-Musikfestivals“ aus.

Seit den Anfängen dieser allsommerlichen Konzertreihe 2002 beteiligt sich der Landkreis Oldenburg – in Form organisatorischer Unterstützung der vielen Gastgeber in Privatgärten, aber auch mit einem Termin auf dem Kreishaus-Areal. „Diesmal gab es 15 Konzerte im Kreisgebiet, die alle sehr interessant waren“, erinnert sich Landrat Frank Eger. Nun freut er sich auf die zweimal 45 Minuten und eine Pause in angenehmer Atmosphäre mit gepflegter Konversation – ob nun auf platt- oder hochdeutsch.

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