Verwaltung will Kosten und Leistungen ermitteln sowie Zuschüsse überprüfen

Viele Vereine erhalten Post

Auch für Aktivitäten im DRK-Mehrgenerationenhaus gibt die Stadt Wildeshausen Zuschüsse. Archivfoto: Rohdenburg

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wildeshausens Vereine bekommen in diesen Tagen Post. Nicht alle Vereine, aber in jedem Fall diejenigen, die von der Stadt jährlich Zuschüsse für ihre Arbeit erhalten. Die Stadt möchte auf diesem Weg ermitteln, wieviel Geld die Vereine in bestimmte Projekte stecken.

„Ziel der Befragung ist es, eine Leistungsbeschreibung zu erhalten und so transparent zu machen, wie die Zuschüsse verwendet werden“, sagt Fachbereichsleiter Finanzen, Thomas Eilers.

Hintergrund der erstmalig durchgeführten Aktion ist die Umstellung des Rechnungswesens der Stadt nach den Regeln des „Neuen Kommunalen Rechnungswesens“. Damit verbunden wird die Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt. Zur Zeit des früheren kameralen Haushaltes, so Eilers, hätten die Vereine einen Zuschussantrag gestellt und dieser sei entweder abgelehnt oder bewilligt worden. Im Haushalt selbst sei aber nicht erkennbar gewesen, welche Leistungen mit diesen Zuschüssen verbunden waren. Das soll sich nun ändern. Im Rahmen der Leistungstransparenz möchte die Verwaltung erfahren, welche Leistungen in welcher Menge und Qualität erbracht werden. Zu klären ist, welche Ressourcen dafür verbraucht werden und wieviel Geld die Produkte oder Leistungen kosten. Schließlich soll ermittelt werden, was tatsächlich im Sinne des Gemeinwohls erreicht wurde.

„Es ist zum Beispiel interessant, zu prüfen, ob bestimmte Leistungen bei verschiedenen Vereinen doppelt gefördert werden“, so Eilers. „Es könnte auch sein, dass Dinge bezuschusst werden, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen.“

Die Antwort der Vereine soll nicht standardisiert erfolgen. Es wird also kein Fragebogen versandt, der lediglich auszufüllen ist. Ziel ist es, von den Organisationen, zu denen die Harmonika-Freunde ebenso gehören wie der Frauenverein, der Handels- und Gewerbeverein oder der Kulturkreis, bis zum 30. September eine Antwort zu bekommen. Es schließt sich dann eine Bewertung an.

„So können wir feststellen, ob das Geld in die richtigen Projekte fließt“, sagt Eilers. Die Konsequenz: Dort, wo Angebote nicht mehr so angenommen werden, könnten in Zukunft geringere Summen fließen. An anderer Stelle könnten Angebote aber auch durch verstärkte Förderung ausgebaut werden. Die endgültigen Zahlen werden dann im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr eingeplant.

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