Kreishandwerkerschaft sprach Gesellen frei / Kammerpräsident Müller: „Streben Sie weiter“

Viel Applaus für 98 Absolventen

Kreishandwerksmeister Harald Mausolf (rechts) zeichnete die besten Auszubildenden mit Präsenten aus.

Oldenburg - DELMENHORST (ck) · Nach so vielen vergebenen Medaillen in Vancouver wollte am Donnerstagabend auch die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land mit ihrer Freisprechungsfeier den Olympischen Spielen in nichts nachstehen. Deshalb freute sich während der Zeremonie im „Kleinen Haus“ Delmenhorst ein frisch gebackener Geselle über einen besonderen ersten Platz: Jan Krühsel nahm unter dem Applaus von 450 geladenen Gästen die einzige Ehrenurkunde der Handwerkskammer Oldenburg für herausragende Prüfungsleistungen entgegen. Ihm folgten zehn weitere Gesellinnen und Gesellen aus den verschiedensten Berufen, die Auszeichnungen für ebenfalls sehr gute Abschlüsse bekamen.

Zu den Applaudierenden zählten unter anderem die Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) und Swantje Hartmann (CDU), Hans-Werner Aschoff als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO) sowie die stellvertretenden Landräte Ernst-August Bode und Christel Zießler.

Allen 98 erfolgreichen Gesellen und Abschluss-Prüflingen des Winterhalbjahrs 2009/2010 rief Kreishandwerksmeister Harald Mausolf zu: „Sie sind es, die die Zukunft der nächsten Generation und dieses Landes gestalten. Dazu brauchen wir keine Träumer oder Fantasten, sondern junge Menschen wie Sie mit Herz und Verstand, die nach einer bestandenen Gesellenprüfung nicht Schluss machen, die weiter dabei bleiben, um damit ihre und die Zukunft anderer zu sichern.“

Auch Delmenhorsts Oberbürgermeister Patrick de La Lanne ermunterte die Ex-Azubis dazu, sich weiter zu qualifizieren: In Zeiten zunehmender Zertifzierungen erinnerte er an den Meisterbrief als „eines der ältesten Qualitätsmerkmale überhaupt“. Doch schon während ihrer Ausbildungszeit hätten die jungen Menschen sehr viel gelernt. Neben dem beruflichen Rüstzeug zählen dazu auch Teamgeist und Aufgeschlossenheit. „Ich bin stolz, dass Sie das geschafft haben. Sie sind Könner“, urteilte der Oberbürgermeister. Und er fügt hinzu: „Egal, welche Branche Sie gewählt haben: Qualifizierte Fachkräfte braucht man immer.“

Das sah Mausolf genauso: „Auch wenn es für manche nicht geklappt hat, sofort im Anschluss eine Beschäftigung zu finden, so ist das noch nicht dramatisch. Sie sind jung, der Markt ist für Sie offen, ein neuer Betrieb, neue Kollegen, ein neues Umfeld. Das schärft die Sinne, bringt neue Erfahrungen, gibt Sicherheit und Selbstbewusstsein“, urteilte der Kreishandwerksmeister. „Das kann vielleicht eine Weile dauern, denn zurzeit ist Kurzarbeit auch in Teilen des Handwerks kein Fremdwort mehr.“

Weitere Glückwünsche kamen von Wilfried Müller als Präsident der Handwerks kammer Oldenburg: „Sie haben alle gestellten Aufgaben mit Erfolg gelöst“, lobte er die Jung-Gesellen. „Die ergebnisse verdanken Sie in erster Linie Ihrem eigenen Fleiß, Talent und Ihrer Lernbereitschaft.“ Allerdings nannte er auch die Meister und Gesellen sowie die Berufsschullehrer und Eltern als „Mitverantwortliche“.

Egal, welchen Beruf die Jugendlichen nun auch ergriffen hätten – Müller gratulierte pauschal zu der Entscheidung für das Handwerk, das trotz aller technischen Hilfsmittel seinen Wert nie verliere. Allerdings warnte er die Empfänger der Gesellenbriefe: „Glauben Sie nicht, von dem zehren zu können, was sie bisher gelernt haben. Das Lernen hört nie auf. Streben Sie nach Vervollkommnung!“

Danach ehrte Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Hartmut Günnemann Jan Krühsel, der seine praktische Ausbildung als Kraftfahrzeug-Mechatroniker mit der Note „Sehr gut“ und den theoretischen Teil mit „Gut“ abschloss. Weitere Auszeichnungen bekamen die neuen Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Nadine Dinkela und Claudia Steffen, Fahrzeuglackierer André Richter sowie die Kraftfahrzeug-Mechatroniker Kevon Bönsch, Jens Kinder, Georg Köhler, Markus Langhorst, Stefan Mächel, David Niemann, Jan-Oliver Schewe, Fabio Scoppetta, Rudolf Teschke und Dennis Tönnies.

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