Videokameras überwachen Oldenburgs Innenstadt

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Durch den Einsatz von Videokameras erhofft sich die Polizei einen Rückgang der Gewalttaten.

Oldenburg - Zwei Videokameras überwachen seit Montag in Oldenburgs Innenstadt einen kriminellen Brennpunkt. „Wir hoffen, damit einen Rückgang der gefährlichen Körperverletzungen zu erreichen“, sagte Polizeisprecher Markus Scharf.

Die Delikte am Verkehrsknotenpunkt „Lappan“ waren von 2008 auf 2009 um fast 100 Prozent gestiegen. „Wir wollen, dass die Innenstadt wieder sicherer wird“, sagte Scharf.

Die Videoaufzeichnungen werden rund um die Uhr in die Leitstelle und ins zuständige Revier übertragen. Von 17.00 bis 7.00 Uhr seien die Gesichter der Menschen darauf erkennbar, in der anderen Zeit würden sie unkenntlich gemacht. Nach fünf Tagen würden die Bänder überspielt.

Die Installation der Videokameras hat nach Angaben Scharfs schon im Vorfeld Gegner auf den Plan gerufen. So habe es im Internet einen öffentlichen Aufruf zur Demontage der Kameras gegeben. Nachdem die Staatsanwaltschaft dazu ein Ermittlungsverfahren eingeleitet habe, seien vor etwa drei Wochen Farbbeutel gegen das Gebäude der Behörde geworfen worden.

Die Kameraüberwachung sei ein Baustein von mehreren, bereits umgesetzten präventiven Maßnahmen, sagte Scharf. So seien unter anderem mehr Polizisten in der Innenstadt unterwegs. Zudem gibt es seit Ende Januar eine freiwillige Sperrstunde der Gastronomie. Bis zum 31. Oktober sollen Gaststätten und Discos testweise zwischen 5.00 und 7.00 Uhr schließen. Niedersachsen hatte erst 2006 eine landesweite Regelung zur Sperrstunde abgeschafft.

„Die Videoüberwachung soll Straftaten verhindern und zur Aufklärung begangener Straftaten beitragen“, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU). So seien die Sicherheitsbehörden in der Lage, Täter schnell zu identifizieren und durch den damit entstehenden Fahndungsdruck deren Handlungsfähigkeit in hohem Maße einzuschränken. „Ich gehe davon aus, dass sich auch an den überwachten Orten in Oldenburg eine ähnlich positive Entwicklung der Kriminalität einstellt wie an anderen Orten mit Videokameras“, sagte Schünemann. Die Zahl der Kameras ist seit 2001 in Niedersachsen enorm gestiegen - alleine bei den Kommunen von 54 auf 498. In der Stadt Bremen gibt es nach Angaben der Innenbehörde vier Videokameras, drei überwachen die sogenannte Discomeile in Bahnhofsnähe sowie eine den Bahnhofsvorplatz.

dpa

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