CDU-Kreistagsfraktion informierte sich

Verwaltungschef für die BBS ?

Berufsschulleiter Gerhard Albers (3.v.r.) und sein Stellvertreter Carl Schnurr (2.v.r.) zeigten der CDU-Kreistagsfraktion unter anderem die Mediothek im Hauptgebäude.

Landkreis - (ck) · Neubauten des Theorie-Komplexes an der Feldstraße und des Fachgymnasiums am Windmühlenweg, Erweiterung des Verwaltungstrakts, Anbau des Außenstandorts an der St.-Peter-Straße: Es tat und tut sich einiges an den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen (BBS).

„Der Landkreis Oldenburg hat uns immer gut unterstützt“, unterstrich der stellvertretende Schulleiter Carl Schnurr gestern Nachmittag während des Besuchs der CDU-Kreistagsfraktion und des christdemokratischen Landtagsabgeordneten Ansgar Focke. Das hörten die Konservativen gern – jedenfalls lieber als Schnurrs Urteil, dass sich der Kreis bisher „zu konservativ“ hinsichtlich der Stellenplanung verhalten habe: „Wir brauchen einen Verwaltungsleiter, wie es zum Beispiel an den Berufsschulen der Stadt Oldenburg längst üblich ist.“

Denn Schnurr und sein „Chef“, Oberstudiendirektor Gerhard Albers als BBS-Leiter, stellten heraus, dass ihre Schule nicht mit anderen zu vergleichen sei: „Wir haben ihr einen Durchlauf von 1 000 Schülern jährlich“, erläuterte der Konrektor mit Blick auf die meist einjährigen Bildungsgänge. Im Sekretariat seien in diesem Zeitraum stets mehr als 1 600 Bewerbungen zu sichten und mit den verschiedensten Zugangs-Voraussetzungen abzugleichen. Und insgesamt belaufe sich die Schülerzahl derzeit auf mehr als 1 900 Jugendliche, aber auch Erwachsene.

Kürzlich stellte die BBS vier neue Lehrkräfte ein, doch Albers und Schnurr müssen noch selbst einige Stunden in der Woche unterrichten. „Inzwischen hat auch das Land erkannt, dass die Zusatzstunden für die Verwaltungstätigkeiten nicht ausreichen“, berichtete Schnurr. Aber selbst das erhöhte Zeitkontingent reiche „hinten und vorne nicht“.

Zuvor hatte Albers den Politikern das Leistungsspektrum der BBS näher gebracht: Neun verschiedene Berufsfelder erlernen die Aspiranten hier in Vollzeit, während die 121 Lehrer das verbleibende Drittel der Azubis aus 31 Berufen in Teilzeit unterrichten.

Klar, dass angesichts dieser Zahl an Lernenden aus dem Landkreis sowie der Region bis Bremen die in den vergangenen Jahrzehnten geschaffene Infrastruktur an ihre Grenzen stößt: „Unsere Mensa im Erdgeschoss ist eigentlich mehr als Kiosk anzusehen“, erläuterte Albers. „An dieser Stelle muss dringen etwas getan werden.“ Zudem brauchte er nicht lange zu argumentieren, warum die „Flachdachlandschaft“ mancher Gebäude den heutigen energetischen Standards nicht mehr entspreche. Drittens soll sich der Bau an der Feldstraße nach vorn zur Deekenstraße hin erweitern.

CDU-Fraktionsvorsitzender Hans Hubmann versicherte dem Leiter und seinem Stellvertreter: „Wir wissen, wie wichtig die BBS für den Landkreis Oldenburg sind und bleiben jederzeit ansprechbar für Ihre Anliegen.“

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