SPD kritisiert Entscheidung der Mehrheitsgruppe zu Grundstücksverkauf an Visbeker Straße

„Verpasste Chance für die Stadt“

An der Visbeker Straße möchte Helmut Müller einen Handwerkerhof (kleines Bild) bauen. Nach derzeitigem Stand bekommt aber Elektro Hoge den Zuschlag. Die SPD möchte gerne, dass die Betriebe sich die Fläche teilen.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Nach Einschätzung der SPD-Fraktion im Rat vergibt Wildeshausen eine gute Chance für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, wenn ein Gewerbegrundstück im Bebauungsplan 57 direkt an der Visbeker Straße ausschließlich an den Betrieb Elektro Hoge verkauft wird.

Wie bereits berichtet, wollte dort zuerst Immobilienkaufmann Helmut Müller einen Handwerkerhof mit Büros und Hotel erstellen. Nachdem er aber die Frist, ein städtebauliches Konzept vorzulegen, hatte verstreichen lassen, votierten sowohl Bau- und Umweltausschuss als auch Verwaltungsausschuss dafür, den Verkauf an Hoge in die Wege zu leiten. Eine endgültige Entscheidung soll morgen im Rat fallen.

Für den Bauausschussvorsitzenden Hartmut Frerichs (SPD) ist das Votum der CDU/FDP-Mehrheitsgruppe unverständlich. „Durch das Müller-Konzept würden neue Arbeitsplätze entstehen, und es könnte ein zukunftsweisendes Projekt für Wildeshausen entstehen.“ Das Gesamtareal der in Rede stehenden Fläche betrage 10 500 Quadratmeter. Diese Fläche wäre für beide Investoren ausreichend. Dieses sei aus den vorliegenden Planungsunterlagen ersichtlich.

In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses hatten sich beide Investoren auf Befragen von Frerichs bereit erklärt, über eine mögliche Aufteilung der Fläche in einem Gespräch mit der Verwaltung zu diskutieren. „Bis zur Ratssitzung morgen wäre dafür ausreichend Zeit gewesen“, so Frerichs. „Diese Vorgehensweise wurde von der Mehrheitsgruppe aber nicht gewünscht.“

Bauausschussmitglied Karl Schulze Temming-Hanhoff: „Wir sehen darin für Wildeshausen eine verpasste Chance, beide Investoren mit ausreichend großen Gewerbegrundstücken auszustatten, um die Betriebsverlagerung der Firma Elektro Hoge und den geplanten Handwerkerhof verwirklichen zu können.“

Durch den Gesamtverkauf der Fläche sollte auch die Teilerschließung für die neue Erschließungsstraße erfolgen, damit noch weitere bereits vorstellig gewordene Investoren mit entsprechenden Gewerbegrundstücken ausgestattet werden können. „Es ist für die SPD-Fraktion nicht verständlich, Investoren in einer für uns nicht nachvollziehbaren Art und Weise an ihrem Vorhaben zu hindern“, erklären Frerichs und Temming-Hanhoff. „Ist das die Wirtschaftspolitik der Mehrheitsgruppe CDU/FDP?“

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