Kreisumweltausschuss bringt Landschaftsschutzgebietsänderung auf den Weg

Urgeschichtliches Zentrum nimmt eine weitere Hürde

Oldenburg - Von Martin SiemerWILDESHAUSEN/LANDKREIS · Die planerischen Voraussetzungen für ein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen sind auf den Weg gebracht. Der Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Landkreises Oldenburg sprach sich gestern einstimmig für eine Änderung des Landschaftsschutzgebietes Pestruper Heide und Lehmkuhle WE OL 29 aus.

Der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) möchte bekanntlich nahe dem Pestruper Gräberfeld im Bereich Pestruper Straße/Lönsweg außerhalb des Grabungsschutzgebietes ein urgeschichtliches Museumsprojekt verwirklichen. Der Rat der Stadt Wildeshausen hat seine Unterstützung zugesagt und ein Bauleitverfahren angeschoben.

Hierfür ist es nötig, die betreffende Fläche an der Pestruper Straße aus dem Landschaftsschutzgebiet zu löschen uns als Ausgleich das Landschaftsschutzgebiet Pestruper Heide und Lehmkuhle um ein entsprechendes Areal an der Lehmkuhle zu erweitern.

Svea Mahlstedt, erste Vorsitzende des Fördervereins UZW, stellte das Projekt gestern im Ausschuss vor. Für die Finanzierung wird eine geschätzte Summe von gut drei Millionen Euro benötigt. Je eine Million tragen Stadt und Förderverein; eine weitere Million soll als Fördergeld über die NBank des Landes Niedersachsen fließen. Allerdings sind im Haushalt 2012 der Stadt keine Mittel für ein UZW vorgesehen (die Wildeshauser Zeitung berichtete). Landrat Frank Eger teilte dem Ausschuss mit, ihm liege ein Schreiben von Dr. Kian Shahidi vor, worin der Bürgermeister bestätige, dass der Beschluss des Wildeshauser Rates vom 16. Juli weiterhin Bestand habe.

Otto Sackmann (UWG) fand es offenkundig nicht sinnvoll, wenn der Landkreis im jetzigen frühen Stadium der UZW-Planungen bereits eine Änderung des Landschaftsschutzgebietes vornähme. Frank Eger regte an, die Beratungen in den Gremien des Landkreises bis zum Kreistag durchzuführen. „Wenn der Kreistagsbeschluss vorliegt, müssen wir ja nicht sofort die Änderung veröffentlichen. Das können wir dann machen, wenn der Förderverein die Planungen abgeschlossen hat. Dann erst werden die Änderungen auch rechtswirksam“, sagte der Landrat.

Der Ausschuss folgte der Beschlussempfehlung der Verwaltung und brachte das Verfahren zur Änderung des Landschaftsschutzgebietes auf den Weg.

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