SPD besucht Tierschutzgruppe in Holzhausen / Sozialdemokraten wollen Tierschützer unterstützen

„Unwürdige Standortsuche“

Christina Poppe zeigte den SPD-Fahrradfahrern, wo das Tierheim gebaut werden soll.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Als „besonders peinliches Projekt der Wildeshauser Kommunalpolitik“ bezeichnet die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerda Lehmensiek das Ringen um ein Tierheim für die Tierschutzgruppe (TSGW). Am Montagabend waren die Genossen im Rahmen ihrer Sommertour in Holzhausen zu Besuch. Dort, wo die TSGW plant, ihr Domizil zu errichten.

„Peinlich ist das Projekt, weil die Tierschützer jahrelang mit immer neuen Einwänden der CDU/FDP-Gruppe hingehalten und der Bau des Tierheims verhindert werden“, erklärte Lehmensiek. Die SPD-Radler betonten: „Die hervorragende, ehrenamtliche Arbeit der TSGW verdient Respekt und Anerkennung und jede nur mögliche Unterstützung, damit der Schutz der Tiere auch in unserer Region gewährleistet ist.“ Das Tierheim müsse endlich gebaut werden, das „unwürdige Lamentieren um den Standort muss ein Ende finden. Es gibt keine Alternative zu Holzhausen, was die jahrelange erfolglose Suche zeigt.“

Die Vorsitzende der Tierschutzgruppe, Christina Poppe, erläuterte vor Ort den Bedarf für ein neues Tierheim. Es sollen dort 15 Hunde und 80 Katzen untergebracht werden. „Die Katzen werden natürlich nicht frei herumlaufen, sondern im Haus und in Käfigen gehalten“, so Poppe. „Und die Hunde werden an Leinen ausgeführt.“

Die Tierschützer planen auf dem Gelände der ehemaligen Flugleitanlage des Fliegerhorstes Ahlhorn den Bau einer Quarantänestation, eines Futtertraktes und eines Arztzimmers.

„Wir werden am Standort Holzhausen festhalten, weil es keine Alternative gibt“, so Poppe. „Bislang unterstützen im Landkreis Oldenburg alle Gemeinden die bisherige Planung. Bis auf Wildeshausen.“ Die TSGW-Vorsitzende verweist auf eine breite Zustimmung aus der Bevölkerung. So habe man 4 000 Unterschriften für den Tierheim-Standort in Holzhausen gesammelt.

Wie bereits gestern berichtet, betreut die TSGW die Fundtiere noch bis Jahresende. Ein neuer Vertrag über drei Jahre ist ausgeschrieben. Wegen der Streitereien mit der FDP-CDU-Mehrheitsgruppe wollen die Tierschützer aber darauf verzichten, sich für die weitere Betreuung zu bewerben. „Das bedauern wir sehr“, so Gerda Lehmensiek. Sie befürchtet, dass die Arbeit eines gewerblichen Anbieters nicht die Qualität der Arbeit der Tierschutzgruppe haben kann – schon alleine deshalb, weil sich die Tätigkeit rechnen müsse und ein gewerblicher Anbieter keine freiwilligen Helfer habe.

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