Harpstedter Haupt- und Realschule bietet Ganztagsunterricht an / Zwei Mittagessen zur Auswahl / AG's am Nachmittag

„Uns schmeckt es auf jeden Fall“

Die Kinder und Jugendlichen ließen sich das erste Mittagessen schmecken. Fotos (2):Pabst

Harpstedt - HARPSTEDT (jp) · Stolz zeigte sich Wolfgang Bleyer, Rektor der Haupt- und Realschule Harpstedt, als er gestern den ersten Ganztagsunterricht und das dazugehörige Mittagessen ankündigen konnte. „Historisch“ sei der Tag, und zugleich „etwas ganz Neues“.

„Stimmt“, antworteten die Schüler und Schülerinnen der fünften und sechsten Klassen, die in der Pausenhalle der Harpstedter Delmeschule den Worten des Rektors lauschten. „Wir haben Hunger.“ „Ja, ich weiß“, erwiderte Bleyer lachend. „Aber lasst mich doch noch erst ein paar Worte sagen.“

Zweimal habe die Schule den Ganztagsbetrieb beantragt. „Nun endlich kann er ganz offiziell an den Start gehen. Und es gibt auch wirklich etwas ganz Neues – nämlich Mittagessen.“ Bis 13.40 Uhr haben die etwa 80 Schüler und Schülerinnen frei, von denen 48 auch das Mittagessen in Anspruch nehmen. In dieser Pause hat auch die benachbarte Jugendpflege ihre Pforten geöffnet. „Wer mag, kann sich dort gerne die Zeit mit Spielen vertreiben.“

Das Mittagessen und die besonders lange Pause habe nach Ansicht des Rektors auch soziale Funktionen. „Man hat mehr voneinander und ist länger füreinander da“, hob er hervor. „Heute ist unser erster Einsatz. Natürlich werden wir auch noch dazulernen, das ist ja erst einmal ein Probelauf.“

Beim Mittagessen wird die Schule nun auch vom Team der Bäckerei „Uwé's Café“ unterstützt. Die Küchenleitung übernimmt Karola Zemke, Yvonne Geppert geht ihr zu Hand. „Die Schule hat bei uns angefragt, ob wir die Aufgabe übernehmen wollen“, erklärte sie. „Wir kochen bereits für den DRK-Kindergarten, und offensichtlich scheint es dort zu schmecken.“ Es gebe immer zwei Gerichte zur Auswahl. Den Anfang machten gestern Paprikagulasch und Leberkäse.

Wolfgang Bleyer lobte das Engagement und die Unterstützung der Jugendpflege, ganz besonders Annelen Voß und Markus Pieper. „Ihr könnt Euch nach dem Essen hier in der Pausenhalle weiter aufhalten, oder ihr geht in die Jugenpflege nebenan“, so der Rektor. „Bei der Gelegenheit könnt Ihr Euch auch gleich einmal überlegen, wie man den Raum hier schöner gestalten könnt. Das überlasse ich ganz Eurer Kreativität.“ Abschließend wünschte er den Kindern und Jugendlichen einen guten Appetit, worauf diese hungrig an die Ausgabestelle stürmten.

Im Anschluss an das Essen erwartet die Fünft- und Sechstklässler jeden Montag, Dienstag und Mittwoch „ganztagsspezifische Angebote“, erläuterte Wolfgang Bleyer. Dies seien Arbeitsgemeinschaften wie Breakdance, Hip Hop, Töpfern, naturwissenschaftliche Experimente, Yoga, Gitarre und Fußball. Diese Angebote werden von außerschulischen Partnern unterstützt. „Dienstags bieten wir zudem Stunden unter dem Titel ,Arbeiten-Fördern-Üben' an, die auch von Lehrern geleitet werden“, so Bleyer. Mit der Resonanz zeigte er sich zufrieden: „Aber natürlich werden wir in der nächsten Zeit Erfahrungen sammeln und dann sehen, was gut und was noch zu verbessern ist.“

Die Kinder und Jugendlichen freuten sich über das neue Angebot und fanden auch das Essen „richtig lecker“: „Uns schmeckt es auf jeden Fall schon mal“, versicherte der zwölfjährige Niklas.

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