Engagierte Lehrkräfte der Haupt- und Realschule verabschiedet

„Und lassen Sie die Sau raus!“

Rektor Wolfgang Bleyer (2.v.r.) verabschiedete Elke Kirchhoff, Renate Strahlendorff und Yildiz Kocak (v.l.) und würdigte die zehnjährige Arbeit von Marlis Burdorf (r.) als Schulsekretärin.

Harpstedt - HARPSTEDT (boh) · Sie gehörte zum  lebenden Inventar und unterrichtete sage und schreibe nahezu 45 Jahre an der Haupt- und Realschule Harpstedt: Renate Strahlendorff stand die Rührung ins Gesicht geschrieben, als Rektor Wolfgang Bleyer sie gestern während der Halbjahresfeier in der Pausenhalle in den Ruhestand verabschiedete.

„Du hast weit mehr gemacht, als sichtbar war“, sagte er und erwähnte ihre „nette und freundliche Art“, die auch die Schüler sehr geschätzt hätten. Die 64-jährige Renate Strahlendorff geht mit Ablauf dieses Monats in Rente. Am 30. November 2006 blickte sie auf 40 Jahre am Harpstedter Schulzentrum zurück, wo sie Sport, textiles Gestalten, Kunst und Werken unterrichtete.

Mit Elke Kirchhoff tritt eine weitere engagierte Kollegin zeitgleich in den Ruhestand. „Fünf Klassen hast du als Klassenlehrerin erfolgreich zum Abschluss geführt“, sagte Bleyer. „Du bist mit Schülern ins Altenheim gegangen, hast dich mit Skins auseinandergesetzt und dich dafür eingesetzt, dass wir Noma-Kranke in Afrika unterstützen.“ Jana Möhlenhoff, eine ehemalige Schülerin Kirchhoffs, ergänzte: „Es ist dir ein besonderes Anliegen gewesen, dass es allen hier gut geht.“ Elke Kirchhoff (63) war im August 1996 an die Haupt- und Realschule Harpstedt gekommen. Sie erteilte Unterricht in Deutsch, Kunst, Gesellschaftlich-Sozialer Weltkunde (GSW), Sozialkunde, Wirtschaft sowie Werte und Normen. „Wir wünschen Ihnen viel Spaß in Ihrem weiteren Leben. Und lassen Sie die Sau raus!“, gaben ihr Schüler mit auf den Weg. Ihr Mann Adalbert hätte eigentlich ebenfalls verabschiedet werden sollen. Dies wird nachgeholt, da er im Krankenhaus liegt. Er sei am Mittwoch operiert worden und habe die OP gut überstanden, verriet seine Frau.

Blumensträuße, Gutscheine und kleine Aufmerksamkeiten wechselten die Besitzer. Wolfgang Bleyer bat auch Yildiz Kocak auf die Bühne, die für ein halbes Jahr an die Haupt- und Realschule abgeordnet worden war und nun wieder zurück an die benachbarte Grundschule wechselt, ehe sie zu Beginn der Osterferien in den Mutterschutz eintritt. Sie gehe mit einem weinenden Auge, sagte sie. Eine wunderschöne Zeit liege hinter ihr.

„111 ist eine wichtige Zahl“, spielte Bleyer auf den Dienstantritt von Schulsekretärin Marlis Burdorf am 1. 1. 2001 an und würdigte ihre Arbeit und die vielfältigen Hilfestellungen, die sie in den vergangenen zehn Jahren gab. „Ich hoffe, sie bleibt uns noch lange erhalten.“

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