OOWV investiert erheblich in den Grundwasserschutz / Kooperationen mit Landwirten

Über 50 Millionen Euro für Flächen-Aufkäufe

Harpstedt - „Harpstedt ist verbandsweit eines der kleinsten Gewinnungsgebiete für die Trinkwasserversorgung. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen liegt bei etwa 46 Prozent – und damit im Verhältnis zu anderen Bereichen relativ niedrig.

Der Nitrateintrag ist hier kein Problem, wohl aber in Großenkneten, Cloppenburg oder Thülsfelde“, erläutert Markus Penning, der beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) in leitender Position die Bereiche Hydrochemie und Hydrogeologie betreut. „Unser Problem sind weniger die kleinen und mittelgroßen Höfe als vielmehr jene landwirtschaftlichen Großerzeuger, die – statt in einem angemessenen Verhältnis zur Fläche zu düngen – zu viel Gülle ausbringen. Hier bemühen wir uns um Lösungen“, sagt Gunnar Meister. Er sieht den OOWV auf einem guten Weg. In den vergangenen 24 Jahren habe der Verband mehr als 50 Millionen Euro für den Aufkauf von Äckern ausgegeben, um das Grundwasser vor Überdüngung zu schützen. Zum Teil seien diese Flächen aufgeforstet, zum Teil der Landwirtschaft durch Verpachtung wieder zugeführt worden – unter Auflagen, die nicht nur die Düngung beträfen, sondern beispielsweise auch die Pflanzung von Zwischenfrüchten.

„Der Flächenankauf ist nur ein Baustein. Ein anderer sind Kooperationen, die über die Wasserentnahmegebühr finanziert werden. Wir stimmen Maßnahmen im Interesse des Grundwasserschutzes ab mit Landwirten, die dann wiederum eine Vergütung je Hektar bekommen – als Entschädigung für Ertragseinbußen. Je sinnvoller und effizienter diese Maßnahmen sind, desto höher der Satz, der zugestanden wird“, so Penning. Solche Kooperationen trügen auch zu einem besseren Verständnis bei, „dass wir unser Grundwasser für die nachfolgenden Generationen schützen müssen“.

Nicht glücklich ist der OOWV über die zunehmende Vermaisung der Landschaft. „Mais kann man nicht überdüngen“, weiß Penning. „Was zu viel ist, nimmt die Pflanze nicht auf und geht ins Grundwasser.“

Begonnen hat indes im Wasserwerk Harpstedt die Erneuerung der Steuerungstechnik. Die Kreiszeitung kommt darauf gesondert zurück. · boh

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