Werner Grashorns Landmaschinen-Sammlung umfasst mehr als 1 000 Modelle

Vom Trecker-Oldie bis zum Hightech-Schlepper

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Neben Landmaschinen sammelt Grashorn auch Holzelefanten und geschliffene Marmoreier. ·

Neerstedt - Von Harald KellmannWer Werner Grashorns Hobbyzimmer betritt, wird kaum ein Fleckchen weiße Wand entdecken. Dicht an dicht tummeln sich in den fast raumhohen Vitrinen die unterschiedlichsten Landmaschinen-Modelle. Trecker reihen sich an Mähdrescher, Kartoffelroder an Güllefässer – das Ergebnis von rund drei Jahrzehnten Sammelleidenschaft. Grashorn selbst zuckt nur mit den Schultern, als er erklärt: „Andere gehen auf die Jagd, mein Herz schlägt eben für Landmaschinen.“

Dass er ausgerechnet Traktoren und Co. sammelt, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist der 65-jährige Neerstedter gelernter Landwirt und Kaufmann. Seit knapp einem Jahr ist Grashorn nun im Ruhestand, seinen Betrieb hat er an seinen Sohn übergeben. Etwas mehr Zeit für sein Hobby bleibe da schon.

Mit dem Sammeln begonnen hat Grashorn vor rund 30 Jahren. „Zuerst waren es Präsente von Angehörigen und Freunden oder Mitbringsel der Geschäftspartner“, erinnert er sich. Schnell wuchs aber das Interesse an der Entwicklung der im Maßstab 1:32 großen Modelle. „Die technischen Neuerungen zogen mich immer mehr in den Bann, zumal ich damals noch mit Pferden umgehen musste“, schwärmt der Ruheständler. Um seine Sammlung zu erweitern, ist ihm kaum ein Weg zu weit. Neben bundesweiten Börsen- und Ausstellungsbesuchen reist er auch gerne ins benachbarte Ausland. Sogar die weltgrößte Landmaschinen-Modell-Ausstellung in Chicago (USA) besuchte er bereits.

Inzwischen ist die Grashorn-Sammlung auf über 1 000 Exemplare unterschiedlicher Typen angewachsen – Fabrikate wie Claas, Fendt und Deutz finden sich in den Vitrinen. Zu den Traktoren haben sich Mähdrescher, Heuwender, Kartoffelroder, Güllefässer und weiteres landwirtschaftliches Zubehör gesellt. Die Bandbreite reicht vom Trecker-Oldie, der noch mit der Kurbel angeworfen werden muss, bis hin zum Hightech-Schlepper, bei dem alles automatisch per Knopfdruck läuft.

In den 17 Glasvitrinen hat Grashorn seine Schätze akkurat nach Fabrikat und Typ geordnet. Eine schriftliche Auflistung gibt es hingegen nicht. Sein Sortiment hat der Neerstedter im Kopf. „Bei Ausstellungen oder Börsen weiß ich genau, ob ich die Angebote bereits habe oder nicht“, sagt der 65-Jährige. Kataloggedächtnis nennt er das. Und verrät gleich noch etwas: Die Landmaschinen sind nicht das einzige, was er sammelt.

Das Zimmer in der ersten Etage mit Blick auf die Hof einfahrt birgt weitere Schätze – unter anderem 50 alte Taschenuhren mit und ohne Klappdeckel, rund 60 Elefanten aus Holz, gut 60 geschliffene Marmoreier, von denen keines dem anderen gleicht, und auch noch über 3 000 Kugelschreiber. „Keiner doppelt“, betont Grashorn.

Mit seiner Sammelleidenschaft hat er inzwischen auch seinen Sohn infiziert. Allerdings legt dieser den Schwerpunkt auf Lastkraftwagen im Maßstab 1:50. Auch Enkel Jannis (5) scheint die Sammlungen der Erwachsenen zu schätzen. „Jedenfalls geht er nicht an die Vitrinen, um mit den Modellen zu spielen“, versichert Grashorn.

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