Fernsehteam begleitet den Umzug von Uwe Fischer und Iris Terhaag aufs Land

Traum vom Haus geht am Ende der Welt in Erfüllung

Zu dem neuen Leben auf dem Lande gehören natürlich auch jede Menge Tiere. Uwe Fischer und Iris Terhaag freuen sich mit Malte, Nele und Jule (v.l.) über die neu gewonnene Wohnidylle. ·
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Zu dem neuen Leben auf dem Lande gehören natürlich auch jede Menge Tiere. Uwe Fischer und Iris Terhaag freuen sich mit Malte, Nele und Jule (v.l.) über die neu gewonnene Wohnidylle. ·

Oldenburg - Von Jan SchmidtALTMOORHAUSEN · „Viele vermuten hier das Ende der Welt – für uns ist es der Anfang zum Paradies.“ Uwe Fischer aus Altmoorhausen (Gemeinde Hude) hat sich einen Traum erfüllt. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Iris Terhaag und ihren drei Kindern zog er vor einiger Zeit von der Stadt aufs Land – aus dem Ruhrgebiet in den Norden. In Altmoorhausen, einem kleinen Ort am Rande der Gemeinde Hude, konnte die Familie ein 300 Jahre altes Bauernhaus erwerben. Das Gebäude glich allerdings einer großen Ruine, so dass zunächst viel Kraft und Zeit in Bauarbeiten investiert werden mussten.

„Es hat sich aber gelohnt“, schmunzelt Uwe Fischer. „Wir sind zwar noch nicht ganz fertig – trotzdem leben wir bereits unseren Traum vom Haus“. Genau unter diesem Motto – „Unser Traum vom Haus“ – steht derzeit eine Doku-Soap des TV-Senders „Vox“. Ein Kamerateam begleitet bauwillige Familien, die sich an das Abenteuer Eigenheim wagen – vom ersten Spatenstich über ambitionierte Umbauten bis zum Einzug. Auch die Familie Fischer/Terhaag hatte sich für das Format beworben – mit Erfolg. Der Sender hätte im Prinzip keinen besseren Treffer landen können, muss man im Nachhinein wohl sagen: Uwe und Iris wirken vor der Kamera ebenso sympathisch wie die drei Kinder Nele (10), Jule (7) und Malte (4).

Hinzu kommt, dass Uwe Fischer gleich drei Berufe gelernt hat, in denen handwerkliches Geschick gefordert ist: Landwirt, Schlosser und Schreiner. Der selbstständige Messebauer passt damit perfekt in das Format der Sendung. „Freunde haben uns damals geraten, uns einfach mal bei ,Vox‘ zu bewerben.“ Gesagt, getan. Im Mai 2011 begannen die Dreharbeiten.

Vergangenen Sonntag lief nun die erste Folge der aktuellen Staffel. Die zweite Ausstrahlung ist an diesem Sonntag, 26. August, um 18.15 Uhr zu sehen. Neben anderen Protagonisten steht dann auch wieder das Bauprojekt der Familie aus Altmoorhausen im Fokus.

„Die erste Sendung haben wir zusammen mit Freunden verfolgt. Sich im Fernsehen zu sehen, war schon ein komisches Gefühl“, erinnert sich Uwe Fischer. Gleichermaßen habe es ihn jedoch beeindruckt, die Anfänge der Bauarbeiten noch einmal derart gut nachvollziehen zu können. Nachdem er und seine Lebensgefährtin das 12 000 Quadratmeter große Grundstück erworben hatten, war an einen Einzug in das baufällige Haus noch keineswegs zu denken. Die Familie richtete sich zunächst provisorisch im ehemaligen Schweinestall nebenan ein. In der folgenden Zeit kofferte Uwe Fischer den Fußboden des alten Bauernhauses komplett aus. Er stellte das gesamte Haus auf Stützen und ließ anschließend Zement ausbringen. Einige Mauerarbeiten übernahm er komplett in Eigenregie. Das alte Gebälk des Hauses musste – obwohl noch einigermaßen in Schuss – mit neuen Balken entlastet werden. Unter Mithilfe eines Freundes brachte Fischer schließlich einen neuen Dachstuhl über dem alten an. Kurz vor Weihnachten funktionierten Heizung und Ofen. „Heiligabend haben wir zum ersten Mal in dem Haus geschlafen. Genau das war unser Ziel.“ Fischer schmunzelt ein bisschen: „Sogar an Heiligabend wollten die Leute von ,Vox‘ bei uns Filmen. Die gesamte Crew hatte hier immer richtig viel Spaß.“

Zu Beginn der Dreharbeiten sei das Kamerateam fast jede Woche vor Ort gewesen. Immerhin sei jede Menge auf der Baustelle passiert, so Iris Terhaag. Im Laufe der Zeit seien die Abstände der Dreharbeiten etwas größer geworden. Obwohl die Staffel schon im Fernsehen läuft, ist am 7. September noch ein Abschlussdreh geplant. „Wir freuen uns natürlich darauf. Die Art und Weise, wie wir bisher im Fernsehen dargestellt wurden, ist völlig in Ordnung. Wir sind sehr zufrieden“, betont die gesamte Familie.

Wenn die Kameras in Zukunft fern bleiben, gehen die Arbeiten im Haus trotzdem weiter. „Bei uns gibt es immer 100 Baustellen auf einmal“, lacht Uwe Fischer. „Aber es macht uns immer noch Spaß.“ Die nächsten Projekte stehen schon in den Startlöchern: In unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude sollen eine Pferdekoppel und eine Scheune entstehen.

Die großen Gewinner des Umzuges in die „Wildnis“ sind die Kinder. In Altmoorhausen können sie unbekümmert in der Natur aufwachsen. Besuch verirrt sich in diese Gegend äußerst selten, lediglich der Postbote fährt jeden Tag einen kleinen Sandweg, bis er das Grundstück schließlich erreicht. Ob nun das Ende der Welt oder der Anfang zum Paradies – das Zuhause der Familie Fischer/Terhaag ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes.

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