„Es wird mit Halbwahrheiten und gezieltem Weglassen von Informationen gearbeitet“ / Gruppe vermutet eine gezielte Intrige

Tierschutzgruppe weist massive Vorwürfe energisch zurück

Wildeshausen - Mit Entsetzen reagiert die Tierschutzgruppe Wildeshausen auf die Vorwürfe der ehemaligen Vorstandsmitglieder Randolph Zenker und Birgit Beninga.

Viele der Anschuldigungen seien nicht korrekt, es werde mit Halbwahrheiten und gezieltem Weglassen von Informationen gearbeitet, so die Einschätzung von Edith Kaminski, Sprecherin der Tierschützer. Besonders verärgert ist Vorstandsmitglied Claudia Heick darüber, dass Zenker und Beninga zu ihrer aktiven Zeit nicht zu Gesprächen bereit gewesen seien und nun „hinterrücks“ Vorwürfe machen. „Es kam in den Sitzungen oft nur pauschale Kritik oder Schweigen, es wurden keine Lösungsvorschläge gemacht“, so Heick. Zum Beispiel habe sich Zenker bereit erklärt, Angebote für einen Tierheimbau einzuholen. „Er hat aber nie etwas vorgelegt. Auch auf die Protokolle von Sitzungen warten wir bis heute“, so Heick zur Arbeit des ehemaligen Schriftführers. „Jetzt wissen wir, warum wir sie nicht haben. Sie wurden gezielt zurückgehalten.“ Es sei beispielsweise so, dass es einen klaren Vorstandsbeschluss gebe, nur unbedenkliches Hundefutter zu füttern, nachdem wohl tatsächlich kurze Zeit zu altes Futter verwendet worden sei. „Das Protokoll darüber haben wir leider nicht“, erklärt Heick. Der Vorwurf des fehlenden Sachkundennachweises stimme so auch nicht, führt sie aus. „Unserer Katzenhausleitern Karina Kosmalla hat diesen Nachweis. Das weiß auch das Veterinäramt.“ Vorwürfe, dass Spendenbescheinigungen zu Unrecht ausgestellt wurden, weist Heick ebenso zurück. Im kritisierten Fall habe ein ehemaliges Vorstandsmitglied, das lange Jahre unentgeltlich behinderte Katzen für die Tierschutzgruppe betreue, auf eigene Kosten einen Zaun um das Gelände ziehen lassen und für einen Teil der Summe eine Spendenbescheinigung erhalten.

Der Vorstand der Tierschutzgruppe vermutet eine gezielte Intrige gegen die eigene Arbeit. So auch bei dem Vorwurf, Spenden für die Fundtierunterbringung zu verwenden. „Die Kommunen zahlen nur für eine gewisse Zeit“, so Heick. „Tiere, die auch dann noch nicht von uns vermittelt wurden, müssen schließlich weiter versorgt werden. Dafür nutzen wir Spenden ohne Zweckbestimmung.“ Das sei zulässig und zwingend geboten. Im Gegenzug fährt sie starkes Geschütz gegen Beninga auf: „Sie hat im Sommer noch angeregt, Katzen, die nach langer Zeit nicht vermittelbar sind, einzuschläfern. Da musste ich ihr erst einmal deutlich machen, dass sie bei einer Tierschutzgruppe mitarbeitet“, so Heick.

Die Tierschützer befürchten nun, dass die Vorwürfe ihre Arbeit noch schwieriger machen. Für Montag ist ein Gespräch im Veterinäramt anberaumt. Es werden Kooperationspartner gesucht. Nach derzeitigem Stand wird es wohl keinen Tierheimbau in Holzhausen geben, weil das Projekt die Möglichkeiten der Tierschutzgruppe übersteigt.

„Dass Mitarbeiter über Jahre schwarz und/oder durch Sachleistungen bezahlt wurden, ist nicht richtig. Das Katzenhaus in Wildeshausen wurde jahrelang von Annelies Müller betrieben, die ehrenamtlich tätig war. Unterstützt wurde sie von ehrenamtlichen Helfern“, sagt Heick. Seit drei Jahren beschäftige die Tierschutzgruppe am Katzenhaus Teilzeitkräfte, die von Ehrenamtlichen und AGH-Kräften unterstützt würden: „Es sind sieben Teilzeitkräfte, eine AGH-Kraft sowie ein junger Mann, der seine Sozialstunden ableistet, beschäftigt und bei der Knappschaft gemeldet. · dr

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