Originell, witzig, gut organisiert: „Remmidemmi-Tag“ der gesitteten Art

Tief fliegende Gummistiefel und Grüße von Obama

Nicht mit Schirm, Charme und Melone, sondern mit Stethoskop, Handtäschchen und Gummistiefeln präsentieren sich hier Krankenschwester, Barbie und Bäuerin: Ruth Stöppelkamp, Andrea Tabeling und Esther-Maria kleine Lamping (v.l.) hatten in ihren Outfits die Lacher auf ihrer Seite. ·
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Nicht mit Schirm, Charme und Melone, sondern mit Stethoskop, Handtäschchen und Gummistiefeln präsentieren sich hier Krankenschwester, Barbie und Bäuerin: Ruth Stöppelkamp, Andrea Tabeling und Esther-Maria kleine Lamping (v.l.) hatten in ihren Outfits die Lacher auf ihrer Seite. ·

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenDas hatte was von Maskerade und Modenschau, aber auch von „Spiel ohne Grenzen“: Mit einem rundum fröhlichen und unterhaltsamen „Remmidemmi-Tag“ amüsierten gestern, am Vortag der Entlassfeier, die Abgänger der Haupt- und Realschule Harpstedt auf dem Steinhof sowohl ihre Mitschüler als auch die Lehrer. Christoph Wolter, Aldrik Bethke und Jannik Stiller schlüpften auf der Bühne in die Rollen von Animateuren und Moderatoren. In verschiedenen Geschicklichkeitsspielen ging es feucht-fröhlich bis rasant zu.

Die Abgänger hatten die Nacht zumeist durchgefeiert, aber Spuren von Müdigkeit ließen sich „am Morgen danach“ kaum in ihren Gesichtern erkennen. Mit Sweat- und T-Shirt-Parolen wie „Nichts ist erotischer als Erfolg“, „Abgang-Style 2013“ oder „How I got my Abschluss“ brachten sie ihre Freude über den gemeisterten Lebensabschnitt für jedermann sichtbar zum Ausdruck.

Diejenigen, die sie bis dorthin begleitet und unterrichtet hatten, bekamen hingegen Outfits „verordnet“: Ruth Stöppelkamp, Klassenlehrerin der H10, ganz in strahlendes Mediziner-Weiß gehüllt, trug ein Stethoskop um den Hals und ein Häubchen auf dem Kopf. Sie mutierte zur Feier des Tages von der Pädagogin zur Krankenschwester. Die Landluft schien Esther-Maria kleine Lamping, der die R10a einen Großteil ihrer Englischkenntnisse verdankt, hervorragend zu bekommen. Im Bäuerinnen-Look machte sie während eines Schau-Wettmelkens an einem Kuhmodell gegen ihren Kollegen Peter Oberwandling eine gute Figur. Die passende Figur für das ihr zugedachte Barbie-Outfit hatte indes Andrea Tabeling, Klassenlehrerin der H9: Das Kleid mit Schleifchen und Handtäschchen in Pink als Accessoire stand ihr ausgezeichnet.

In Anlehnung an den Berlin-Besuch des US-Präsidenten schwärzte die R10b ihrer Klassenlehrerin das Gesicht: Ute Hegen durfte sich wie Barack Obama persönlich – oder vielleicht doch eher wie die First Lady – fühlen. Eine Stretch-Limousine beförderte sie vom Marktplatz zur Schule. Sechs „Bodyguards“ wichen nicht von ihrer Seite.

Wie schaffen es dicht an dicht auf einer Folie stehende Schüler, die Plane zu wenden, ohne sie zu verlassen? Dieser Herausforderung stellten sich zwei Mannschaften in einem Geschicklichkeitsspiel. Die Großen versuchten, die Kleinen huckepack zu nehmen, aber das Match erwies sich als wirklich harte Nuss und echte Herausforderung.

Auf einem Hindernisparcours mussten ein Junge und ein Mädchen kooperieren – im Wettlauf mit einem zweiten Duo. Da stürmten etwa Wettbewerber mit je einem vollen Becher ein Gerüst hinauf, kippten den Inhalt in Fallrohre, und unten mussten ihre jeweiligen Spielpartner dann das Wasser mit anderen Bechern auffangen, ehe die nächste Aufgabe gemeistert werden wollte.

Bei dem Klassiker „Reise nach Jerusalem“ warfen Lehrkräfte zunächst einen nach dem anderen mitspielenden Schüler aus dem Rennen und machten dann den Sieger unter sich aus. Der letzte noch verbliebene Stuhl war nicht wirklich hart umkämpft. Regelrecht höflich überließ Ruth Stöppelkamp ihrer Kollegin Esther-Maria kleine Lamping den Sitzplatz. Mit Wasser gefüllte Stiefel warfen sich die Mitstreiter zweier Teams nach dem Muster von Menschenketten in einem Schülermannschaftsduell zu. Da blieb kein Auge trocken – und auch manch anderer Körperteil bekam eine unbeabsichtigte Erfrischung verpasst.

Hausmeister Peter Sparkuhl freute sich über den vollkommen gesitteten Ablauf. Die Entlassschüler hatten ihm keinerlei unliebsame Überraschungen bereitet. „Ein sehr pflegeleichter Jahrgang“, urteilte Sparkuhl gegenüber der Kreiszeitung und fand lobende Worte für das hervorragend organisierte Spiele-Programm.

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