In Wildeshausen öffnen in erster Linie sakrale Räume / Geheimnis in der Kirche

Themenschwerpunkt Holz am Denkmalstag

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Die Gästeführer aus Wildeshausen bieten am Denkmalstag diverse Führungen für Interessierte an. ·

Wildeshausen - Der „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September steht unter dem Motto „Holz“. Das Angebot an Führungen an diesem Tag beschränkt sich in Wildeshausen fast ausschließlich auf sakrale Gebäude. Dabei wird es aber auf keinen Fall hölzern-trocken zugehen. Es locken vielmehr sehr interessante und durchaus auch ungewöhnliche Einblicke.

Geöffnet sind am 9. September die St.-Peter-Kirche (11 bis 18 Uhr), das Brennereimuseum mit Sonderausstellung zum Thema „Holz“. (11 bis 17 Uhr), die Alexanderkirche (11.30 bis 18 Uhr), die Sakristei der Alexanderkirche (11.30 bis 15 Uhr) und die Kapelle im Krankenhaus Johanneum (15 bis 17 Uhr).

Besonders attraktiv in diesem Zusammenhang sind drei Mottoführungen der Gästeführerinnen, die im übrigen den ganzen Tag in der Alexanderkirche anzutreffen sind. Karola Müller wird um 11.15 Uhr in der St.-Peter-Kirche über den Kreuzweg informieren. „Das wird eine raue Angelegenheit“, kündigt sie an. „Die Kunstwerke aus unbehandelter Eiche erzählen den Weg Jesu bis Golgatha.“ Karola Müller wechselt dann in die Alexanderkirche, in der sie ab 13 Uhr über die dortigen Holzarbeiten informiert. Unter anderem wird der alte Opferstock zum Thema gemacht, es geht weiter an den Holzbänken entlang, zum Triumphkreuz in der Vierung und zum Geheimnis am Levitenstuhl. Eventuell wird auch noch das Kreuz im Bibelgarten mit einbezogen. Unmittelbar nach der Führung erklärt Gästeführerin Petra Ostermeier von 14 Uhr bis 15 Uhr allen Interessierten, was es in der Sakristei zu sehen gibt.

Um 15 Uhr ist Karola Müller dann in der Kapelle des Johanneums zu Besuch. Dort heißt das Motto „Holzarbeiten mit religiösem Hintergrund“. „Es handelt sich um einen fantastischen Raum“, so Müller. „Die dortigen Gegenstände erzählen eine jahrhundertealte Geschichte.“ So ist der Altartisch aus einer Achse einer Wind- und Wassermühle gefertigt, das Kreuz ist ein Ast, in den bereits ein Specht seine Löcher geschlagen hat. „Die Leute kommen von weither, um sich die Kapelle anzusehen“, berichtet Müller. Seltsamerweise sei die Wertschätzung in der Kreisstadt deutlich geringer.

Eine weitere interessante Einführung bietet Kreiskantor Ralf Grössler von 15 bis 16 Uhr an. Im Rahmen der „offenen Orgelempore“ wird Grössler, wie bereits in den vergangenen Jahren viel Wissenswerte über das, gewaltige Instrument in der Kirche berichten. Unter anderem kommen die Gäste in den Genuss des Klangerlebnisses, wenn alle Register gleichzeitig gezogen werden.

Damit ist dann aber um 17 Uhr Schluss, da der neue Pastor der Gemeinde, Markus Löwe, feierlich in sein Amt eingeführt wird. Übrigens: ab 11.30 Uhr ist im Remter an der Alexanderkirche das „Sonntagscafé“ geöffnet. · dr

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