Justizverein informiert zu Vorsorgevollmacht und Verfügung

Thema aktueller denn je

Götz Rohde und Martin Delank (v.l.) vom Justizverein laden zu einem Info-Abend mit externen Referenten ein.

Landkreis - (ck) · „Wer eine Patienverfügung erlässt, muss davon felsenfest überzeugt und sich ebenso über die Folgen im Klaren sein“, unterstreicht der Wildeshauser Rechtsanwalt Martin Delank als Vorsitzender des „Justizvereins Landkreis Oldenburg“.

Ebenso sollte sich jeder Bürger genau überlegen, wem er eine Vorsorgevollmacht erteilt – für den Fall, irgendwann die eigenen Angelegenheiten nicht mehr allein regeln zu können. „Diesem Menschen muss der Betroffene hundertzehnprozentig vertrauen können.“ Diese und weitere Voraussetzungen, aber auch Vorteile kommen während des Informationsabends am Montag, 8. Februar, im Dötlinger Hotel „Gut Altona“ zur Sprache. Um 19 Uhr sind dazu alle Betroffenen bei freiem Eintritt willkommen.

Unter dem Motto „Betreuung – Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung“ wollen Delank als Moderator und drei Referenten allen Familienangehörigen, ehrenamtlichen Betreuern und weiteren Zuhörern die Gelegenheit geben, sich über die aktuellen rechtlichen Veränderungen auf den neuesten Stand zu bringen.

Denn „die Patientenverfügung ist jetzt klarer gefasst“, berichtet Delank. „Sie muss

nVortragsabend

nam 8. Februar

nun eindeutig klar stellen, was die Ärzte bei welchem Krankheitsbild tun sollen.“ Und diese Therapien – oder Unterlassungen – muss der Betreuer oder Vorsorge-Bevollmächtigte dann durchsetzen. Allerdings erkennt der Notar auch „Grenzfälle“ – und warnt vor dem Missbrauch durch Angehörige, die den meist alten Menschen ein aus dem Internet herunter geladenes Formular zur Unterschrift „unter die Nase halten“.

Einige Vorträge dieser Art gab es bereits in der Region. Trotzdem „kann man dieses Thema immer wieder neu anbieten, denn das Betreuungsrecht gewinnt zunehmend an Bedeutung“, weiß Delank. Momentan hätten 1 500 Menschen im Bezirk des Amtsgerichts Wildeshausen einen formal bestellten Betreuer, jährlich kämen etwa 100 neue Fälle hinzu. Angesichts dieses Verwaltungsaufwands „fördern die Gerichte regelrecht die Alternative in Form einer Vorsorgevollmacht“. Denn die haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte sehen sich immer stärkerer Nachfrage ausgesetzt.

Deshalb zählt auch Egbert Ahlrichs als Geschäftsführer des Betreuungsvereins Oldenburg-Land zu den Referenten des Abends. Zudem stehen Wildeshausens Amtsgerichts-Richter Werner Schulz sowie Rechtsanwalt und Notar Torsten Rückolt aus Brake Rede und Antwort. Die Gastgeber hatten den Juristen aus der Wesermarsch übrigens nicht zufällig eingeladen, wie Martin Delank verriet: „Wir haben die Idee einer solchen Veranstaltung ein wenig vom Justizverein Brake abgekupfert.“ Dort liefen solche Angebote sehr erfolgreich, was die Resonanz angeht“, schildert der Harpstedter Rechtsanwalt Götz Rohde, gleichzeitig Pressesprecher des „Justizvereins Landkreis Oldenburg“.

Mit diesem Termin wollen die Fachleute einerseits aufklären, andererseits aber auch ihre Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung intensivieren. Denn um das Hauptziel, die Stärkung des Gerichtsstandorts Wildeshausen (siehe neben stehenden Bericht) zu erreichen, „können wir jede Stimme gut gebrauchen“, unterstreicht Delank.

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