Feierstunde: Komplett sanierte Pausenhalle der Grundschule Harpstedt gestern eingeweiht

„Teppich verdient eine Chance“

Symbolische Schlüsselübergabe zur Einweihung der komplett sanierten Grundschulpausenhalle: Rektor Wolfgang Kunsch, Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Architekt Helmut Schlake (von links).

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken Fast ganz Harpstedt diskutiert momentan, ob der honiggelbe Teppich in der sanierten Grundschulpausenhalle ein Fehlgriff gewesen ist. Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes verlor darüber nur einen einzigen Satz: „Jeder hat eine Chance verdient, auch dieser Teppich.“

Ansonsten zeigte er sich mit dem Ergebnis der Sanierung rundum zufrieden. „Ich fühle mich wie in Brasilien“, spielte Cordes auf die dominierenden (Seleção-)Farben Grün und Gelb an. Die alte Pausenhalle hatte ihn indes eher an die 60-er und 70-er Jahre erinnert, ja sogar an die ehemalige DDR. An den Muff von einst erinnert nun rein gar nichts mehr.

Rektor Wolfgang Kunsch hat schon viele positive Stimmen gehört und sogar das Wort „Wohlfühlhalle“ vernommen. „Ich glaube, wir sind alle ganz begeistert, dass es hier so hell, freundlich und einladend geworden ist“, sagte er während der offiziellen Einweihung.

„Von Süd und Nord, von Ost und West. Komm‘, wir feiern heut‘ ein Fest“, sang der Schulchor zur Feier des Tages. „Wer will fleißige Handwerker seh‘n?“, fragte die Klasse 1d singend und stellte dabei handwerkliche Arbeiten nach. „In der neuen Pausenhalle können wir zusammen spielen mit viel Licht, Ruhe und Freundlichkeit“, rappten Drittklässler aus der 3c. „This is the way we say hello to our wonderful hall“, reihten sich die Klassen 4a und 4b mit einem englischsprachigen Beitrag in den Liederreigen ein. Die 2d tanzte mit Unterstützung aller Schüler einen Mitmachtanz, in dem es die Anfangsbuchstaben verschiedener „Wünsche an die Pausenhalle“ in Bewegungen nachzuempfinden galt.

Die Klassen 3a, 3b und 4c präsentierten eigene tolle Deko, die künftig das Interieur zusätzlich aufwerten soll: einen Webrahmen mitsamt Teppich, ein buntes Mobile sowie einen „gesägten“ Baum mit Symbolcharakter und auswechselbaren Accessoires. In den Basteleien steckt reichlich Arbeit, Eifer und viel Liebe zum Detail.

Der offizielle Teil der Feierstunde war bewusst so kurz gehalten, dass die Schüler sich nicht langweilten. „Danke, dass ich bei diesem Projekt mithelfen durfte. Ich hoffe, wir haben ein ordentliches Konzept entwickelt“, sagte Architekt Helmut Schlake vor der obligatorischen symbolischen Schlüsselübergabe.

Uwe Cordes streifte die Vorgeschichte der Sanierung. Er erwähnte die Schulinspektion von 2008. Die Inspektoren hätten nicht viel zu bemängeln gehabt, wohl aber den Zustand der Pausenhalle. Ein Arbeitskreis aus Lehrkräften, Eltern und Klaus Viehmeier aus dem Bauamt hatte dann ein Konzept für die Neugestaltung erarbeitet. „Dies“, so Cordes, „beinhaltete die Schaffung eines höheren Raumes und eines abgegrenzten Sitzbereiches, Wandflächen für Ausstellungen und andere Präsentationen sowie die Umgestaltung des Bühnenbereichs.“

Die Pausenhalle bekam ein neues Dach, zusätzliches Verblendmauerwerk und weitere Wärmedämmung, kleinere Fenster, neue Türen und ein völlig verändertes Inneres in peppigen Farben. Cordes begründete auch angefallene Mehrkosten (siehe „Hintergrund“).

„Wir haben wieder einen Ort für ein gemeinsames Schulleben“, freute sich Rektor Kunsch. Zugleich stellte er klar, dass Schulleitung, Lehrerkollegium und Arbeitsgruppe nicht die Farbe des Teppichs bestimmt hätten. Während der Feierstunde ehrte der Schulleiter fünf Kinder aus der Klasse 4b mit einer Urkunde für ihre erfolgreiche Teilnahme an der „Mathematik-Olympiade“ und gratulierte zwei von ihnen, Ben Garrels und Adrian Wessel, zur Qualifikation für den Landesentscheid.

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