Frist für Flugpark-Antrag verlängert

Tausende Einsprüche gewünscht

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Mehrere tausend private Einwendungen“ gegen den Antrag der Flugpark Ahlhorn GmbH, einen 24-Stunden-Betrieb für Flugzeuge bis zu 14 Tonnen Gewicht zu ermöglichen, wünscht sich Bürgermeister Kian Shahidi. Die Einwendungsfrist wurde jetzt bis zum 28. März verlängert.

Das liegt daran, dass die Luftverkehrsbehörde als zuständige Genehmigungsbehörde ein überarbeitetes schalltechnisches Fluglärmgutachten übersandt und zum Austausch des bisherigen – knapp ein Jahr alten – Gutachtens aufgefordert hat.

In den vergangenen Tagen sind einige Bürger zu Shahidi gekommen, die um Unterstützung bei der Formulierung ihrer Einwendungen gegen den Antrag der Flugpark Ahlhorn GmbH baten. „Es gilt zu beachten, dass diese nicht einer Unterschriftenliste gegen ein Projekt ähneln sollten, auf der zum Beispiel ein sachlicher Einwendungsgrund formuliert ist und tausend Bürger unterschreiben“, so der Bürgermeister. Es komme vielmehr darauf an, dass möglichst viele unterschiedliche Einwendungen gegen das Antragsverfahren bei der Stadt eingereicht werden. Für eine Einwendung bedarf es keiner juristischen Vorkenntnisse. „Schon gar nicht wird in diesem ersten Verfahrensschritt erwartet, dass alle vorgebrachten privaten Einwendungen vor Gericht Stand halten“, so Shahidi. „Gerade deswegen würde ich mir wünschen, wenn nun alle Wildeshauser zusammenstehen und wir mehrere tausend private Einwendungen erhalten.“ Um bei der Formulierung Unterstützungsarbeit zu leisten, wird auf der Internetseite http://www.buergermeister.wildeshausen.de ab 8. März ein mit dem Fachanwalt der Stadt abgestimmtes Dokument zum Herunterladen zur Verfügung stehen.

Bereits ab Donnerstag stellt die Bürgerinitiative „Fluglärm ohne Wildeshausen“ (FloW) ein Formular auf der Homepage http://www.flow-wildeshausen.de als Arbeitshilfe zur Verfügung. Der Antrag der Flugpark Ahlhorn GmbH ist bereits jetzt auf der Homepage zu finden.

Seit der Gründung im September vorigen Jahres habe sich die Initiative in kontinuierlicher Arbeit mit dem sehr komplexen Thema Flugrecht beschäftigt, so der Vorsitzende Ralf Möllmann. „Es sind Gespräche mit Piloten und Mitarbeitern der Flugsicherung Frankfurt geführt worden, um Sachkenntnis zu erwerben.“ Am 22. Februar habe der Vorstand ein zweistündiges Gespräch mit den Projektleitern der Flugpark Ahlhorn GmbH geführt. Möllmann: „Sehr offen wurden die Sachverhalte und die Planung kontrovers diskutiert. Nach Aussage der Projektleitung liegt der Schwerpunkt in den kommenden Jahren in der Entwicklung der Gewerbefläche.“

Alle Interessierten sind dazu eingeladen, am 3. März ab 19 Uhr in der Gaststätte Rönnau in Ahlhorn die Informationsveranstaltung des Vereins für Lebensqualität zu besuchen. Dort wird die Bürgerinitiative mit ihrem Anwalt Joachim Musch für alle Fragen zur Verfügung stehen.

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