Ab April im Haus „Emsland“

„Tafel“ mit einem neuen Domizil

Martina Zahl und Jörg Arendt-Uhde bei der Vertragsunterzeichnung.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Die Freude war ihr ins Gesicht geschrieben, der Vorsitzenden der Wildeshauser „Tafel“, Martina Zahl: Gestern war es nur noch ihre und die Unterschrift von Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür, die den Mietvertrag für die Räumlichkeiten auf dem Gelände der Diakonie endgültig besiegelten. Die schlaflosen Nächte haben damit ein Ende – die „Tafel“ hat eine neue Bleibe.

Ab Ende März/Anfang April werden im Haus „Emsland“ die Bedürftigen mit Lebensmitteln versorgt. „Auf 320 Quadratmetern plus Keller haben wir hier in der Tat ideale Bedingungen vorgefunden“, sagt die Vorsitzende. Und das alles für einen Euro Miete pro Monat: „Zu hohen Mietpreisen hätten wir genügend Räumlichkeiten haben können, aber zu diesen Konditionen war dies die einzige Möglichkeit in der Stadt.“

„Das Haus stand vor einiger Zeit einmal zum Abriss, aber diese Planungen wurden wieder verworfen, weil dort unsere Cafeteria untergebracht ist. Und daran wird sich wohl in den nächsten etwa zehn Jahren auch nichts ändern“, betont Arendt-Uhde. „Eben so lange nicht, bis das Konversionsprojekt abgeschlossen ist.“ Innerhalb dieser zehn Jahre würden noch 264 Menschen das Gelände verlassen und in der Kreisstadt dezentral untergebracht werden.

Die 20 Menschen, die im Obergeschoss des Hauses „Friesland“ in zwei Wohngruppen leben, werden in den kommenden zwei Jahren bereits ausziehen.

Martina Zahl mochte es noch immer nicht so recht glauben: „Einfach toll! Und hier ist es für unsere Kunden genauso anonym wie am jetzigen Standort.“ Bereits Anfang des Jahres würden die Ehrenamtlichen mit kleinen „kosmetischen Umbaumaßnahmen“ beginnen: „Zudem wird uns die Firma Rang einen großen Betonsockel entfernen, auf dem bislang Küchengeräte standen, denn in diesem Raum war früher die Küche untergebracht.“

Eher durch einen Zufall war die Vorsitzende auf diese Räumlichkeiten gestoßen: „Unser Bekannter Werner Hadeler arbeitet hier auf dem Gelände als Tischler. Er hat mir den Tipp gegeben. Schon während des ersten Gesprächs war ich mir mit Herrn Arendt-Uhde einig.“ Allerdings habe sie zunächst bei den Ratsfraktionen abgefragt, ob gegen diesen Umzug Einwände bestünden: „Hier habe ich einstimmig positive Rückmeldungen bekommen.“

Bereits seit dem Einzug in das Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände im März 2009 seien sie auf der Suche nach einem neuen Domizil gewesen: „Immerhin wussten wir, dass der Standort endlich ist.“

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