Kündigung von Oehme: Arbeitsgruppe

Synode will Entlassung untersuchen

Oldenburg - OLDENBURG (epd) · Eine Arbeitsgruppe der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg soll die Hintergründe zur Entlassung der ehemaligen kirchlichen Pressesprecherin Marlis Oehme untersuchen. Die Gruppe soll während der Herbstsynode im November über die Ergebnisse berichten, beschloss das Kirchenparlament gestern während seiner Tagung in Rastede.

Erst am Dienstag hatten die Kirche und Oehme eine gütliche Einigung bekanntgegeben (wir berichteten). Die Synode wolle nun klären, wie der Oberkirchenrat, die Synode und der gemeinsame Kirchenausschuss als kirchenleitende Organe zusammengearbeitet hätten, hieß es. In der Arbeitsgruppe sollen Delegierte aus allen synodalen Ausschüssen kooperieren.

Etliche Synodale hatten eine Ohnmacht der Synode beklagt, weil das Parlament nicht informiert worden sei. Bischof Jan Janssen räumte in seinem Bericht Fehler aller Beteiligten ein. Erst nach einer juristischen Beratung habe der Oberkirchenrat die fristlose Kündigung ausgesprochen. „Betonen möchte ich, dass niemand von uns diesen Konflikt gesucht hat, niemand ihn bearbeitet hat, ohne Fehler zu machen, und niemand aus solch einem Konflikt stolzen Hauptes hervorgehen kann.“ Er bedauere den entstandenen Schaden außerordentlich.

Die Kirche hatte ihrer Pressesprecherin nach zehn Jahren zunächst ohne Angaben von Gründen im vergangenen Oktober zweimal fristlos gekündigt. Über die Streitpunkte vereinbarten die gegnerischen Parteien Stillschweigen. Zusätzlich sprach die Kirche im März eine ordentliche Kündigung aus. Das Oldenburger Arbeitsgericht wies im April die Kündigungen als unbegründet zurück.

Der Synodale Sven Evers aus Ovelgönne hatte den Antrag auf die Arbeitsgruppe zur Untersuchung gestellt. Er sagte, er wolle keine Schuldzuweisungen Einzelner erreichen, sondern eine bessere Kommunikation innerhalb der Kirche. Seiner Ansicht nach habe sich seit der Lehman-Krise vor zwei Jahren nichts getan. 2008 wurde bekannt, dass die oldenburgische Kirche beim Zusammenbruch der Finanzmärkte 4,3 Millionen Euro verloren hatte. Schon damals hatten die Synodalen die Informationspolitik der Kirchenleitung kritisiert.

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