Hockensbergerin treibt Projekt voran / Schülerfirma organisiert „AY Bounce“

Suche nach „Alienated Youth“-Gesicht 2014

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Ein Fotoshooting mit Lukas Lücking war für die Hockensbergerin Ute Bescht die Initialzündung für „Alienated Youth“. Lücking wurde daraufhin das Gesicht des Projektes. ·

Hockensberg - Von Tanja Schneider. Er sollte zwischen 22 und 28 Jahre alt sein, mindestens 1,80 Meter groß, schlank und aus der Region Oldenburg, Delmenhorst, Bremen, Cloppenburg oder Vechta kommen. Tätowierungen und Piercings sind ausdrücklich erwünscht.

„Ich möchte einen Typen, der nicht unbedingt in Omas Foto-Album passt“, sagt die Hockensbergerin Ute Bescht, die für ihr Projekt „Alienated Youth“ das Gesicht 2014 sucht.

Mit „Alienated Youth“ (zu deutsch: entartete Jugend) bietet Bescht seit dem vergangenen Jahr allen Jugendlichen, die nicht so ganz ins Gesellschaftsbild passen, ein Forum sowie die Möglichkeit, selbst kreativ und aktiv zu werden und ihr Leben in die Hand zu nehmen (wir berichteten). Auslöser war damals ein Fotoshooting mit Lukas Lücking, der die Realschulklasse der Volkshochschule Cloppenburg besuchte, die Bescht unterrichtet hat. Daraus wuchs die Idee zu „Alienated Youth“, und Lücking wurde das Gesicht des Projektes. „Er wird auch weiterhin der Träger Nummer eins bleiben“, erzählt die Hockensberger Künstlerin und Dozentin. Dennoch sucht sie ein weiteres männliches Model, das die Projekt-Events und Aktionen in diesem Jahr präsentieren soll.

Das Gesicht 2014 erhält laut Bescht eine eigene Fotoshow. Hierfür ist zunächst ein Shooting in der Region geplant. Und sollte der Gewinner geeignet sein, ist auch noch der Dreh eines Promo-Videos drin. Die Bewerber sollten dementsprechend nicht nur zuverlässig sein und Spaß an neuen Dingen haben, auch etwas Schauspieltalent, eine angenehme Sprechstimme und Körpergefühl sind gefragt. „Ich wünsche mir zudem, dass sich das Gesicht 2014 in das Projekt einbringt, die Idee von ‚Alienated Youth‘ verbreitet und bei Veranstaltungen dafür wirbt“, beschreibt Bescht, die im Rahmen des Projektes bislang einen Textwettbewerb sowie eine Online-Fotoshow organisiert und bekannte Unterstützer wie den Chicagoer Friedensaktivisten Malcom London und den New Yorker Schauspieler Jermel Howard gewonnen hat.

Für Mai steht unter dem Titel „AY Bounce“ zudem eine Veranstaltung für „Youngsters von Youngsters“ an, bei der nicht nur musikalische Höhepunkte zu erwarten sind. Auch das „Alienated Youth“-Gesicht soll dann offiziell gekürt werden. Vorbereitet wird das Event von der aktuellen VHS-Realschulklasse von Bescht. „Hierfür haben wir die Firma ‚AYInc.‘ gegründet, die mehr ist als nur ein virtuelles Unternehmen“, verrät die Hockensbergerin. Die 18 Schüler haben alle einen Arbeitsvertrag erhalten und sind derzeit im Bereich „Eventmanagement“ tätig“. „Bei der Organisation von ‚AY Bounce‘ müssen sie selbst aktiv werden, damit die Feier gelingt“, so Bescht. Neben der Location-Suche gilt es, die einzelnen Programmpunkte zu erarbeiten, die Beteiligten zu informieren und Sponsoren zu finden. „Die Schüler lernen dabei, auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen“, meint Bescht, die auch mit künftigen Jahrgängen weiterarbeiten möchte.

Wer das „Alienated Youth“-Gesicht 2014 werden möchte, kann sich bis Mitte März per E-Mail an ay.contest@gmail.de bewerben. Neben Infos zur Person sind ein Ganzkörperfoto sowie Porträtsbilder von vorne und im Profil erwünscht. Die Teilnahmebedingungen finden Interessierte auf der Homepage ay.dali68.com.

Dort sowie auf der Facebook-Seite des Projektes können sich auch alle informieren, die „Alienated Youth“ unterstützen möchten. Besonders werden derzeit Sponsoren für die Veranstaltung im Mai gesucht. Unter anderem werden Bühnentechnik und Sachpreise benötigt. „Da wir aber auch einen Shuttle-Service bieten möchten, damit alle Jugendlichen sicher nach Hause kommen, würden wir uns freuen, wenn jemand einen Kleinbus zur Verfügung stellt“, berichtet Ute Bescht.

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