Jugendliche aus Partnerstadt Evron auf Campingplatz begrüßt

„Stützpfeiler für Europa“

28 Jugendliche aus Evron wurden gestern auf dem Campingplatz Aschenbeck offiziell begrüßt. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerDÖTLINGEN/WILDESHAUSEN · Rund 14 Stunden waren sie bis gestern Morgen mit dem Bus unterwegs, aber von Müdigkeit war am Nachmittag keine Spur: 28 Jugendliche aus Wildeshausens französischer Partnerstadt Evron weilen mit vier Betreuern derzeit auf dem Campingplatz Aschenbeck in der Gemeinde Dötlingen.

Offiziell begrüßt wurden sie gestern von Wildeshausens stellvertretender Bürgermeisterin Christa Plate sowie der ersten Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Evron-Wildeshausen, Annegrete Braun. „Wir sind auch in diesem Jahr wieder gerne nach Wildeshausen gekommen“, bekräftigt Bruno Massé, der als Leiter des Evroner Jugendzentrums schon zum sechsten Mal eine Gruppe begleitet. Unterstützt wird er von Adélaide Planchais, Laura Pauchard und Bésangère Beauclais. In diesem Jahr weilen 28 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren in Wildeshausen. Hinzu kommen in der nächsten Woche zehn Wildeshauser Jugendliche aus dem Jugendzentrum, die vier Tage lang das Lagerleben genießen wollen.

Mit dem Zitat „Freundschaft ist nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern auch eine dauerhafte Verpflichtung“ begrüßte Christa Plate die Gäste. Dieses Zitat habe vor 31 Jahren Wildeshausens Bürgermeister Wilfried Bonke im „Gepäck“ gehabt, als er mit 200 Wildeshausern nach Evron gereist sei, um die Partnerschaft der beiden Städte zu besiegeln. Er habe den Evronern ein in Stein gehauenes Stadtwappen überreicht: „Und der Evroner Bürgermeister hat damals eine Straße zur ,Rue de Wildeshausen‘ ernannt.“

Die Gäste füllten die Partnerschaft Jahr für Jahr mit Leben: „Gegenseitige Besuche durch Schulklassen Ferienaufenthalte und Treffen der Musikzüge beider Städte stärken die Verbindung.“ Es sei eben sehr wichtig, dass die jungen Menschen „dicke Freundschaften“ schmiedeten: „Ihr jungen Menschen seid die Stützpfeiler für unser Europa. Also, knüpft auch ihr viele Freundschaften und kommt bald wieder nach Wildeshausen !“

Zum ersten Mal ist Alicia Lechat (15) in die Kreisstadt gekommen: „Ich habe von Freunden gehört, dass es hier schön sein soll. Ich möchte auch die Lebensart und die Stimmung in Deutschland kennen lernen. Bislang war die 15-jährige mit ihrer Familie nur einmal im Europa-Park in Rust. „Sonst kenne ich von Deutschland noch nichts.“ Ob es gerade Vorurteile sind, ist schwer zu sagen, auf alle Fälle sind für sie die Deutschen dafür bekannt, dass sie Bier trinken und Wurst essen.

Bereits zum dritten Mal ist die 16-jährige Cloé Massé mit nach Wildeshausen gekommen. Und das nicht nur, weil Vater Bruno die Gruppen betreut: „Ich mag den Austausch, es ist immer wieder eine andere Welt, wenn ich hierher komme. Die Deutschen sind offener als die Franzosen.“ Im Laufe der Jahre habe sie schon einige Freundschaften geknüpft und auch immer wieder Kontakt: „Außerdem ist Wildeshausen eine schöne Stadt, und die Stimmung an sich gefällt mir gut.“

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