Wegebereisung des Bauausschusses / CDU fordert Prioritätenliste / Einige wichtige Verkehrswege sind sehr stark abgängig

Bau der Straßen in der Wiekau würde allein 935 000 Euro verschlingen

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Ausschussmitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung nahmen gestern einige Straßen und Wege in Augenschein. ·

Wildeshausen - Es gibt einen Stau in Wildeshausen. Diesen allerdings nicht auf den Straßen, sondern beim Ausbau eben dieser.

Nach einer Straßen- und Wegebereisung durch den Bauausschuss, bei der es auch um die Erhaltung einiger Verkehrswege ging, machte die Verwaltung gestern anhand eine Präsentation deutlich, dass in absehbarer Zeit dringend etwas geschehen müsse, da sich einige der 19 Straßen, bei denen es um Neubau ging, in einem sehr schlechten Zustand befänden. „Dabei handelt es sich überwiegend um Straßen, die noch nie endausgebaut wurden“, machte Tiefbauingenieur Jörg Dohrmann deutlich.

„Es ist wichtig, dass wir möglichst bald eine Prioritätenliste bekommen, um sehen zu können, was uns finanziell in den kommenden Jahren erwartet“, betonte Bernhard Block (CDU). Es sei nicht Sache der Politik, festzustellen, welche Straßen wie kaputt sind: „Dazu sind die meisten von uns wohl auch kaum in der Lage. Hier ist die Verwaltung gefordert, uns das detailliert vorzulegen.“

Den dicksten Brocken würde der Bau der sechs Straßen in der Wiekau verschlingen. Hier hat Dohrmann ein Kostenvolumen von 935 000 Euro ermittelt. Dies allerdings ohne Beleuchtung und Kanal. 90 Prozent davon könnten auf die Anlieger umgelegt werden. „Derzeit benötigen wir für die Erhaltung dieser Schotterwege bis zu 19 000 Euro im Jahr.

75 Prozent könnten beim Ausbau der Dr.-Klingenberg-Straße umgelegt werden. Hier hat Dohrmann Kosten von insgesamt 314 000 Euro errechnet: „Diese Straße ist aber auch extrem abgängig, dort reiht sich Loch an Loch. Immerhin ist es eine Straße mit Erschließungsfunktion. Nicht anders verhalte es sich mit der Straße „Am Ziegelhof“. Dort würden die Kosten 189 000 Euro betragen: „Beim Straßenbau könnten wir 90 Prozent und bei der Beleuchtung 75 Prozent refinanzieren.“

In Angriff genommen werden müsse auch der zweite Bauabschnitt der Heilstättenstraße. Hier würden Kosten von 114 000 Euro entstehen, die zu 75 Prozent refinanziert werden könnten. „Schäden gibt es auch am Ochsenbergweg. Der Bau würde 252 000 Euro kosten, die zu 90 Prozent umgelegt werden könnten“, sagte Dohrmann. · jd

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