Friedrich Hauschildt predigte vor rund 120 Kirchgängern

Steile Karriere hingelegt

Harpstedt - HARPSTEDT (boh) n „Eine Predigt sollte Bibeltradition lebendig werden lassen und die Auslegung einer Bibelstelle so geartet sein, dass sich die Aussagen für den Alltag der Menschen als bedeutsam erweisen“, sagt Dr.

Friedrich Hauschild. Rund 120 Besucher eines Gottesdienstes in der Harpstedter Christuskirche wollten den hochrangigen Vertreter der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) gestern über Jesu Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer predigen hören. Den Kontakt hatte Pastor Gunnar Schulz-Achelis hergestellt. Ihm sowie weiteren 20 angehenden Pastoren hatte Hauschildt zwischen 1995 und 1997 das Predigen beigebracht. „Er legte immer viel Wert auf eine gute Gliederung“, erinnerte sich Schulz-Achelis im Gespräch mit der Kreiszeitung an sein Vikariat zurück. Das Predigerseminar in Celle, wo Hauschild als Studiendirektor gelehrt hatte, gibt es inzwischen nicht mehr: „Es wird zu einem Kirchenkreisamt ausgebaut“, verriet der hohe Gast, der eine steile Karriere hingelegt hat: Als Präsident steht er heute an der Spitze der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD). Obendrein ist er Vizepräsident im Kirchenamt der EKD. In seiner Funktion als Leiter der Hauptabteilung „Öffentliche Verantwortung und Bildung“ beschäftigt sich der 59-Jährige mit Grundsatzpositionen der Kirche. „Da geht es etwa um das Verhältnis zur Demokratie, bioethische Fragen, Migration oder auch um Arbeit und Soziales“, verriet er im Vorfeld des Gottesdienstes.

Pastor Schulz-Achelis ist seine Ausbildung zum Prediger im Gedächtnis geblieben: „Wir haben auch das Gesangbuch rauf und runter gesungen“. Hauschildt war der mehrstimmige Gesang stets sehr wichtig gewesen. Er weiß, welch bedeutenden Beitrag die Kirchenmusik bei der Verkündigung der christlichen Botschaft leisten kann. Die Musik kam auch im gestrigen Gottesdienst nicht zu kurz. Bläser des Ensembles „Auf Biegen und Blechen“, das am Nachmittag ein Konzert in der Christuskirche folgen ließ, übernahmen unter anderem sämtliche Choralvorspiele. Das Gleichnis, über das Hauschildt sehr anschaulich predigte, hält den Menschen einen Spiegel ihrer Verhaltensweisen vor; Jesus stellt darin den Pharisäer, der sich als Gutmensch in Selbstdarstellung übt, dem Zöllner gegenüber, der seine Fehler und Sünden einsieht und bereut. Die Grundaussage des Gleichnisses und der Predigt fand im Wochenspruch ihren Niederschlag: „Gott widersteht dem Hochmütigen, aber dem Demütigen gibt er Gnade.“ Sehr „schön“ fand es Friedrich Hauschild, dass er nach dem Gottesdienst noch Gelegenheit hatte, mit einigen „Schäfchen“ zu sprechen und ein paar Eindrücke aus der evangelischen Gemeinde Harpstedt mit auf den Weg zu seinem Wohnort Celle zu nehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Meistgelesene Artikel

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft
Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt
Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt
Booster-Impfungen gestartet

Booster-Impfungen gestartet

Booster-Impfungen gestartet

Kommentare