26 weitere Zuweisungen vom Landkreis

Stadt braucht Platz für neue Asylbewerber

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen muss schnellstmöglich 26 neue Asylbewerber aufnehmen. Das geht aus den neuen Zahlen des Landkreises Oldenburg hervor. Die Unterbringung dürfte ein schwieriges Unterfangen werden, denn es gelang in den vergangenen Monaten in der Kreisstadt nur mit Mühe, 24 Asylbewerbern eine Wohnung zuzuweisen.

Wie die Stadt vor kurzem mitteilte, leben seit dem 18. Oktober Asylbewerber aus Bosnien-Herzegowina in Wildeshausen, die in einer der dafür vorgesehenen Wohnungen untergebracht sind. Es handelt sich um ein Ehepaar mit fünf Kindern im Alter von zwei bis neun Jahren. Die Familie wird von einer sehr engagierten Integrationslotsin unterstützt.

Von den derzeit in Wildeshausen neu aufgenommenen 24 Personen sind 16 Asylbewerber und acht geduldete Personen. Über die Länge der Unterbringung in Unterkünften der Stadt entscheidet, wie schnell die Asylbewerber eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Das ist bei Asylbewerbern aus Syrien in der Regel schon nach wenigen Monaten der Fall. Personen aus anderen Ländern müssen darauf viel länger warten – oder erhalten diese gar nicht. Sobald eine Aufenthaltsgenehmigung vorliegt, sind die Kommunen aus der Pflicht entlassen, für Unterkünfte zu sorgen, weil dann Hartz-IV-Leistungen gezahlt werden.

Der Landkreis Oldenburg hat nun mitgeteilt, dass weitere 175 Personen in den Gemeinden unterzubringen sind. „Das gilt ab sofort“, so Bodo Bode als Leiter des Sozialamtes. „Diese Menschen können hier jeden Tag ankommen.“

Für Wildeshausen bedeutet das, dass weiteren 26 Personen eine Unterkunft angeboten werden muss – und das, wo der Wohnungsmarkt in der Stadt ohnehin sehr eng ist. Überlegungen, den ehemaligen Kindergarten „Pusteblume“ an der Harpstedter Straße zu nutzen, hatten sich zerschlagen, weil die Immobilie dafür kaum brauchbar ist und Umbauten zu teuer wären.

Auch in den Nachbarkommunen wird die Lage schwierig. Die Gemeinde Dötlingen hat bereits zehn Personen untergebracht, muss nun aber weiteren acht Asylbewerbern Unterkünfte zur Verfügung stellen. In der Samtgemeinde Harpstedt sieht es deutlich schlechter aus. Bislang erhielten erst vier Personen eine Wohnung. Dem Zuweisungsschlüssel entsprechend muss die Verwaltung weitere 28 Wohnplätze zur Verfügung stellen.

Der Landkreis Oldenburg hat den Kommunen zugesichert, auch Leerstände zu bezahlen. Nach Möglichkeit möchte man davon Abstand nehmen, Sammelunterkünfte einzurichten oder Container anzumieten. „Wir müssen alle Chancen nutzen“, so Bode. Denn es sei damit zu rechnen, dass es weitere Zuweisungen durch das Land geben wird. · dr

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