Camper trotzen der Kälte

Spuren im Schnee

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Barbara Fuldner nutzt das Campingplatzgelände für ausgedehnte Spaziergänge.

Aschenstedt - Von Martin Siemer · Die rot-weiße Schranke öffnet sich nur, wenn jemand einen Zugangschip vor den Automaten hält. Das Büro des Campingplatzes Aschenbeck ist lediglich zu bestimmten Zeiten besetzt. Ruhe liegt über dem Platz. Und doch gibt es einige unentwegte Camper, die auch im Winter die Wochenenden im Wohnwagen verbringen – manchmal sogar die ganze Woche.

Zu ihnen gehören Barbara und Dirk Fuldner aus Esens-Bensersiel. Seit 13 Jahren steht ihr Wohnwagen auf dem Campingplatz Aschenbeck. „Seit sechs Jahren haben wir unseren jetzigen Standplatz. Ein Traum“, schwärmt Barbara Fuldner, während sie durch den Schnee in Richtung See stapft.

Jetzt, im Winter, hat sie ein neues Hobby entdeckt. „Wenn ich Spaziergänge mache, achte ich auf die Spuren im Schnee, die überall zu sehen sind. Ich habe mir dafür extra ein Buch gekauft. Damit kann man anhand der Spuren bestimmen, welches Wild das gewesen ist“, sagt sie.

Barbara Fuldner, Maria und Teddo Olthof sowie Gerd Aschenbeck (v.r.) haben im Winter mehr Zeit zum Klönen als im Sommer.

Zurück im Wohnwagen wartet Hund „Fiby“ auf Frauchen. Dann wird auch schon mal die große, ausgeklappte Couch zur Kuschel-ecke umfunktioniert. An diesem Freitag ist Barbara Fuldner noch allein im Wohnwagen. Ehemann Dirk kommt erst am Abend. Langeweile schiebt die Gattin dennoch nicht. Denn es gibt ja noch weitere Wintercamper, die jetzt auf dem Platz anzutreffen sind. Wie Maria und Teddo Olthof aus den Niederlanden. Sie zählen seit zehn Jahren zu den Dauercampern in Aschenstedt. Auch im Winter. „Zu Hause käme man ja gar nicht mehr raus“, sagt Teddo Olthof. Auf dem Campingplatz gebe es indes immer was zu tun. „Im Sommer muss der Rasen gemäht werden. Und viele andere Dinge sind zu erledigen. Da ist auch ein langes Wochenende schnell vorbei“, weiß Olthof aus Erfahrung. Sogar Weihnachten und Silvester haben die Camper in ihren Wohnwagen gefeiert. Überhaupt scheinen sie auf dem Campingplatz ein zweites Zuhause gefunden zu haben. Olthofs sind sogar Mitglieder im Heimatverein Aschenstedt. Die frostigen Temperaturen machen ihnen nichts aus. Im Wohnwagen ist es dank Gasheizung mollig warm. „Heizen müssten wir zu Hause auch“, sagt Maria Olthof.

„Der Platz hier ist so, wie ein Campingplatz sein sollte“, findet Barbara Fuldner. Das freut Gerd Aschenbeck, dessen Familie die Anlage betreibt. Er versorgt die Camper im Sommer nicht nur mit frischen Brötchen. Mittlerweile leben auch acht Hunde aus seiner Zucht bei seinen Gästen. Einer davon bei den Olthofs. Morgen gibt‘s eine große Hundegeburtstagsparty, denn alle acht Tiere stammen aus demselben Wurf.

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