Teilnahme am Meereswettbewerb „Forschen auf See“: Bücher und DVD-Präsentationen für Wildeshauser Gymnasiasten

Auf den Spuren der Scheidenmuschel

Buchpreise überreicht: Heike Schaal, Swantje Panschar, Sebastian Mastrangelo und Hans-Jürgen-Janßen (v.l.).

Wildeshausen - Von Joachim Decker· „Wir wissen jetzt, wo es die amerikanische Scheidenmuschel in der Nordsee nicht gibt“, betont Sebastian Mastrangelo (18) vom Wildeshauser Gymnasium mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam mit Swantje Panschar (18) und Tanja Hoppe (17) hatte er im Juli im Rahmen des Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ nach eben dieser Muschel geforscht. Gestern wurden den Jugendlichen Buchpreise und DVD-Präsentationen als Auszeichnungen überreicht.

Wie kommen Muscheln und Krabben in der Nordsee mit den veränderten Bedingungen durch den Klimawandel zurecht ? So lautete nur eine Frage, der sich die Jugendlichen aus ganz Norddeutschland zu widmen hatten. „Schon die Teilnahme an diesem Meereswettbewerb, gewonnen hat das Team des Internatsgymnasiums Bederkesa, war eine Auszeichnung“, sind sich die Fachlehrer Biologie, Heike Schaal und Hans-Jürgen Janßen, sowie Schulleiter Ralf Schirakowski einig. Damit sprachen sie die Tatsache an, dass sich immerhin 60 Teams für die Teilnahme an dieser Forschungsreise mit dem Forschungsschiff „Aldebaran“ beworben hatten, nachdem die Schulen angeschrieben und um Teilnahme gebeten worden waren.

„Am Ende gehörten wir zu den sechs Teams, die mit ihren Projekten überzeugen konnten und in See stechen durften“, sagt Swantje Panschar: „Auch wenn unsere Forschung nicht unbedingt so erfolgreich war, so würde ich so etwas sofort noch einmal machen. Die Sache war wirklich sehr interessant.“

Wie aber kommen Jugendliche auf die Idee, gerade nach einer solchen Muschel zu forschen ? „Wir hatten in einer Zeitung ein Foto gesehen, das einen großen Haufen angeschwemmter Scheidenmuscheln zeigte“, sagt Sebastian Mastrangelo. Also habe es sich das Team zum Ziel gesetzt, zu erforschen, welchen Einfluss diese neu angesiedelten Arten (Neozoen) auf das Artengefüge der Nordsee haben: „Immerhin sind wirbellose Tiere eine wichtige Nahrungsquelle für viele Fischarten.“

Was die Jugendlichen bis zum Antritt der Forschungsreise nicht wussten, war, dass Jahr für Jahr solche Massen von Scheidenmuscheln angeschwemmt werden. „Allerdings können wir heute sagen, dass diese Muscheln, die wohl seit 1970 in der Nordsee vorkommen, die einheimischen Arten nicht verdrängt haben. Denn von denen haben wir jede Menge gesehen“, betonen Sebastian und Swantje. Lebende Scheidenmuscheln, die schotenförmig seien, aber hätten sie nicht gefunden. Wohl aber viele abgestorbene: „Diese hatten eine Länge von bis zu 17 Zentimetern.“

Während es mit dem Schiff „Aldebaran“ von Insel zu Insel ging und mit der Unterwasserkamera geforscht wurde, waren die Wildeshauser häufig auch zu Fuß im Watt auf Muschel-Suche. „Zudem haben wir nach ihnen geschnorchelt. Wir haben auch erfahren, wo die Muscheln vorkommen, aber lebend haben wir keine davon zu Gesicht bekommen“, sagt Sebastian.

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