Im Rahmen des Integrationsprojektes sollen schon die Kleinsten angesprochen werden / Hausaufgabenhilfe im VfL-Treff

Sportvereine wollen Sprachförderung anbieten

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Kreiszeitung Syke

Wildeshausen - Bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund müssen Kommunen und Sportvereine intensiv zusammenarbeiten.

Weil gerade in den Vereinen beste Chancen bestehen, über den Sport Menschen für das Miteinander in der Stadt zu gewinnen, starten die Wildeshauser Vereine unter der Führung der beiden Großen, VfL Wittekind und SC Wildeshausen, ein Pilotprojekt, das gezielt ausgebaut werden soll. Dazu wurde nun eine weitere Kraft über das „Freiwillige Soziale Jahr“ eingestellt. Genehmigt von der Sportjugend in Niedersachsen, wird Valdrin Stublla die Koordination der Integrationsaktivitäten übernehmen.

„Wir haben festgestellt, dass wir in der Regel zwei Betreuer im Jugendbereich benötigen“, so der VfL-Vorsitzende Wolfgang Sasse und der SC-Vorsitzende Detlef Mentel. „Dieser Aufwand ist nicht mehr nur mit eigenen Übungsleitern zu bewältigen, die ja in der Regel auch nur nach Feierabend aktiv werden können.“

Da es aktuell keine Unterstützung durch Integrationsbeauftragte der Stadt gibt, haben die Vereine sich selbst um Förderungsmöglichkeiten gekümmert. Gestern bat Sasse Bürgermeister Kian Shahidi, einen Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von 4 800 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu befürworten, das der Landkreis Oldenburg der Stadt Wildeshausen zur Verfügung stellt.

Stubllas Vertrag beginnt am 1. September. Bereits jetzt wird der aktive Spieler der Ersten Herren des VfL als C-Trainer und Helfer Turnen ausgebildet. Er soll aufdecken, wo es im Integrationsbereich Probleme gibt und Lösungen suchen. Ziel ist es, ein Angebot im VfL-Heim zu unterbreiten, das von der ehemaligen Realschullehrerin Bärbel Menke und dem Leiter der Berufsbildenden Schulen am Museumsdorf Cloppenburg, Günter Lübke, pädagogisch geleitet wird.

„Wir möchten Leute gewinnen, die gegen ein Honorar bei der Betreuung der Kinder und Jugendlichen helfen“, so Sasse. Auch an Sprachschulungen sei gedacht.

Die Sportvereine hoffen, dass durch die Stadt ein mehrsprachiger Info-Flyer an alle Bürger verteilt wird, die einen Migrationshintergrund haben. „Wir wollen dann zu einem Schnupper-Training einladen“, so Sasse und Mentel. Ziel sei es, insbesondere Kinder früh einzubinden, um die Bildung von Parallelgesellschaften in Wildeshausen zu vermeiden.

„Diese Kinder können dann als Multiplikatoren wirken“, hofft Mentel, der zusammen mit den anderen Vereinen eine erhöhte außerschulische Sportförderung insbesondere für solche aufwendigen Projekte beantragt hat. Begleitend zu Hausaufgabenhilfe, Sprachschulungen und Sportaktivitäten wollen die Vereine auch Projekte wie beispielsweise eine Fahrradwerkstatt aufbauen. Helfer sind gerne gesehen. · dr

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