Thomas Bannas lässt einen Traum wahr werden / Brauerei in der Diele

„BB Spezial“ wird bald in Lohmühle gebraut

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Wo früher das Vieh gestanden hat, bauen Thomas (links) und Stephan Bannas die Brauerei. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerDie Initialen „BB“ sind wohl weltbekannt und stehen für verschiedene Persönlichkeiten. Jetzt aber bekommen sie eine ganz andere Bedeutung, sie stehen auch für „Bannas Bier“, gebraut in der Bauerschaft Lohmühle Nummer 10 in Wildeshausen. Denn dort ist der Brau- und Malzmeister Thomas Bannas dabei, mit seinem Bruder Stephan eine kleine Brauerei aufzubauen.

Dennoch ist das Bier schon jetzt zu haben –  Bannas braut derzeit noch bei einem Brauerkollegen in Bayern. Wer jetzt allerdings ein normales Pils erwartet, der irrt, denn das „Spezial“ von Bannas, daneben gibt es noch ein Hefe-Weizen, kommt etwas bernsteinfarben daher und setzt sich im Geschmack deutlich von den üblichen Bieren ab, wobei es sehr süffig ist.

Bierfreunde können sich schon auf ein echtes gezapftes „Bannas Spezial“ freuen, denn am Sonnabend, 27. Juli, wird um 17 Uhr im Restaurant „Altes Amtshaus“ in der Wittekindstadt das erste Fass angezapft. „Ich habe im Betreiber des Restaurants, Frank Stauga, schon jetzt einen Interessenten gefunden, der unser Bier ausschenken will“, erzählt Thomas Bannas.

Den Traum von der eigenen Brauerei hat der 46-Jährige schon länger geträumt: „Als ich dann aber meine Arbeitsstelle bei der Brauerei Anheuser-Bush-Inbev in Bremen verloren habe, kam die Entscheidung, dass ich ihn auch leben will.“ Nach langen Überlegungen seien die Würfel schließlich dahingehend gefallen, eine kleine Brauerei in der Diele des ehemaligen Bauernhauses, das der Bruder vor einigen Jahren gekauft hat, zu bauen: „Wir gehen davon aus, dass wir im Frühjahr unser erstes Bier brauen können. Daher sollen schon jetzt der Verkauf und Vertrieb angestoßen werden.“

Vorgesehen ist im ersten Bauabschnitt, in den Bannas rund 200 000 Euro und mit dem Bruder sehr viel Eigenleistung investiert, eine Menge von 200 Litern Bier pro Brauvorgang. „Dadurch können wir sehr flexibel reagieren und individuell auf die Wünsche unserer Abnehmer eingehen“, betont Bannas. Denn sein gestecktes Ziel sei es, nicht nur stets das gleiche Bier zu brauen, sondern sich von den großen Brauereien deutlich abzuheben und sich damit ein deutliches Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

Und Ideen schlummern reichlich in seinem Kopf. Als Beispiel nannte er die Spargel-Saison: „Hierfür könnten wir ein passendes Bier brauen, das mit Spargel und vor allem dem deftigen Schinken stimmig ist. Dann kämen Spargel, Bier und Schinken aus der Region.“ Allein das sei schon einen Werbeslogan wert: „Zu jedem guten Essen werden verschiedene teure Weine empfohlen, trinkt jemand aber lieber Bier, gibt‘s immer das Übliche. Das aber muss nicht sein, wir bieten den Gastronomen auch spezielle Biere ganz nach ihren Wünschen an.

Doch damit nicht genug, Bannas will das Brauen wieder erlebbar machen: „Die Besucher, die in unseren kleinen Ausschank oder Biergarten kommen, sollen hautnah das Bierbrauen erleben können. Das ist bei einer Besichtigung der großen Brauereien ja nicht mehr möglich. Dort sehen die Besucher alles, aber kaum noch Bier.“

Vorstellen kann sich der Brau- und Malzmeister auch, Seminare fürs Bierbrauen anzubieten: „Es könnte doch zum Beispiel sein, dass sich die Wildeshauser Feuerwehr einmal für eine Fete ihr ganz spezielles und einzigartiges Bier brauen möchte. Auch das kann ich hier ermöglichen, verbunden mit einer zünftigen Feier.“

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