Turnhalle teurer, Strom günstiger ?

Sparen als wichtigste Devise

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wie sparen wir Geld oder halten die Kosten im geplanten Rahmen? Antworten auf diese Fragen müssen heute Abend die Politiker im Bauausschuss finden. Es geht um den Neubau der Turnhalle St. Peter und um die Lieferung von Strom.

Nachdem die Politiker bereits Mehrkosten in Höhe von rund 223 000 Euro außerplanmäßig für die Erweiterung der Realschulaula und neue Arbeitsräume schlucken mussten (wir berichteten), droht nun beim Neubau der St.-Peter-Turnhalle der nächste Nachschlag, bevor überhaupt das alte Gebäude abgerissen wurde.

Nach vielfältigen Protesten von Eltern und Schulvertretern hatte sich der Rat im vergangenen Sommer entschieden, die Turnhalle neu zu bauen. Im Herbst wurde schließlich der Planungsauftrag an die Kommunale Sporthallen GmbH vergeben. Ein Abstimmungsgespräch mit allen Beteiligten und Nutzern Ende des Jahres führte dazu, dass auch ein Mehrzweckraum im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts realisiert werden soll. Eine erneute Kostenschätzung des Planungsbüros ergab nun, dass aufgrund der aktuellen Preisentwicklung und unter Berücksichtigung der Abbruchskosten des bestehenden Gebäudes mit Mehrkosten in Höhe von 45 000 Euro zu rechnen ist. Um erhöhte Ausgaben zu verhindern, hat das Planungsbüro eine weitere Alternative auf der Grundlage des im Abstimmungsgespräch entwickelten Raumkonzeptes entwickelt. Ziel ist es, den geplanten Kostenrahmen halten zu können.

Die Kosten drücken könnte die Stadt bei den Stromkosten. Der derzeitig bestehende Stromliefervertrag mit dem Energieversorgungsunternehmen EWE in Oldenburg beinhaltet eine Lieferung bis zum 31. Dezember dieses Jahres. Wenn er nicht bis zum 30. April gekündigt wird, dann würde er zu den gleichen Bedingungen weiterlaufen. Ein Vergleich der Verwaltung mit den Preisen aktueller kommunaler Ausschreibungen in Niedersachsen ergab, dass bei den reinen Stromkosten eine Netto-Ersparnis in Höhe von 14 000 Euro möglich wäre. Angesichts von derzeitigen Kosten von 153 000 Euro wäre das fast eine zehnprozentige Ersparnis.

Die Ausschussmitglieder entscheiden heute ab 18 Uhr im Stadthaus darüber, von der Verlängerungsoption keinen Gebrauch zu machen und eine neue Strombezugsausschreibung für die kommenden zwei Jahre herauszugeben. Es besteht die Möglichkeit, an einer Bündelausschreibung der Kommunalen Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft oder an einer europaweiten Ausschreibung des Landkreises teilzunehmen.

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