Tag der offenen Tür auf dem Albertushof mit Hofgottesdienst, Musik und Tanzvorführungen mobilisiert Besucherscharen

Spätsommerwetter zum Herbstfest

Cheerleader setzten die zünftigen Märsche, mit denen der Spielmanns- und Fanfarenzug Delmenhorst aufwartete, choreografisch um.

Gross Ippener - Von Jürgen Bohlken. Der Nachwuchs kam gestern beim Herbstfest des Albertushofes in Groß Ippener ganz groß raus: „Einfach sagenhaft“, staunten Besucher über die Tanzkunst der „Cool Peppers“ und der „Hot Chili Dancer“.

Die Kinder bewegten sich geradezu hochprofessionell zu poppiger Musik. Nicht von ungefähr: Beide Gruppen sind in ihren Altersklassen norddeutsche Videoclip- und Street-Dance-Meister. Und nicht nur das: Bei den Deutschen Meisterschaften in Mannheim holten die „Hot Chili Dancer“ den Titel und die „Cool Peppers“ einen tollen dritten Platz. Die Dance-Kids haben ihre sportliche Heimat im Tanzsportzentrum Delmenhorst. Sie werden von Sabine Wittenfeld und Jamina Zoller trainiert.

Mit 500 Herbstfest-Besuchern hatte der Albertushof gerechnet. Dank des traumhaften Spätsommerwetters rannten sogar noch weit mehr Menschen der Behinderteneinrichtung die – offenen – Türen ein. Gleich beim Betreten des Geländes konnten sie sich an einem Preisrätsel beteiligen. Dabei galt es etwa, das Gründungsjahr des Albertushofes, 1912, zu kennen oder zu recherchieren. Alle halbe Stunde wurden Preise ausgelost. Von mit Obst und Gemüse gefüllten Kisten bis hin zum Grillbesteck reichte die Palette der Gewinne.

Auch die Einradfahrer des Unicycle-Teams Harpstedt wussten beim Herbstfest des „Albertushofes“ zu gefallen.

Von Mitarbeitern gestiftete Flohmarkt-Artikel fanden im Haupthaus dankbare Abnehmer. Dort wie auch im herbstlich geschmückten „Haus Ahorn“ gab es Bilder zu bewundern und käuflich zu erwerben, die Bewohner selbst gemalt hatten. Obendrein bot der Albertushof Gartenprodukte aus eigenem Anbau sowie Laternen, Postkarten und Vogelhäuser an. Verkaufserlöse sollen unter anderem in die Anschaffung einer weiteren „Veh-Harfe“ fließen. Dabei handele es sich um ein sehr leicht zu erlernendes Instrument, verriet Einrichtungsleiterin Siegrid Sprengel.

Mit einem Hofgottesdienst mit Pastor Werner Richter aus Harpstedt hatte der Tag der offenen Tür begonnen. Im weiteren Verlauf gab‘s viel zu sehen und zu erleben. Die Feuerwehr-Drehleiter aus Ganderkesee zählte ebenso zu den Attraktionen wie Zauberei- und Schwerttanz-Darbietungen. Die Harpstedter „Prager“ rissen ihr Publikum mit zünftigen Weisen mit. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Delmenhorst bot mit flotten Märschen nicht nur etwas fürs Ohr, sondern mit Puschel schwingenden Cheerleadern auch etwas fürs Auge. In den Reihen der Spielleute musizierte Elvira Hahn mit, Bewohnerin und zugleich Heimbeiratsvorsitzende des Albertushofes.

Wie die Tanzgruppen aus Delmenhorst zog  das Uni-cycle-Team Harpstedt, das bei norddeutschen Meisterschaften in diesem Jahr ebenfalls den Titel errang, alle Register seines Könnens.

Der Albertushof bietet 76 Erwachsenen mit Behinderungen ein Zuhause. Davon leben fünf in einer Außenwohngemeinschaft an der Falkenstraße in Delmenhorst. Insgesamt 20 Bewohner arbeiten in Werkstätten für Behinderte, acht davon in Achim, zwei in Bassum und zehn auf dem Albertushof selbst – Aufträge bekommen sie unter anderem aus der Automobilindustrie.

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