Biologe sieht OOWV-Antrag kritisch

Sorgen um Flachsbäke bei Anglern

Das Neunauge ist geschützt

Wildeshausen (dr) · Die geplante erhöhte Wasserentnahme durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) treibt Anglern, Naturschützern und Landwirten die Sorgenfalten auf die Stirn. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der eingereichten Einwendungen am Ende des Monats hoch sein wird.

Die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Dötlingen werden ihre Sorgen formulieren. Aber auch Verbände beschäftigen sich mit der Materie und den Plänen des OOWV, die Entnahmemenge um rund eine Million Kubikmeter Wasser im Jahr zu erhöhen. So wird Dr. Jens Salva, Fischereibiologe des Landesfischerverbandes in Oldenburg, seine großen Bedenken formulieren, was den Altonaer Mühlbach und die Flachsbäke in Voßberg und Wildeshausen betrifft. Schon jetzt fällt die Bäke im Sommer trocken. Das ist nicht ausschließlich einer Wasserentnahme zu verdanken, doch könnte eine Erhöhung der Fördermenge das Problem verschärfen. „Im oberen Bereich ist die Flachsbäke im Sommer noch wasserführend“, sagt Ralf Siemer, Gewässerwart und Beauftragter für den Umweltschutz im Fischereiverein Wildeshausen. „Der Bereich ist ökologisch wertvoll.“ Ein Trockenfallen könnte daher große Probleme mit sich bringen. In der Flachsbäke sind Bach- und Meerforellen beheimatet, die dort ihr Brutgebiet haben. Zudem ist es das Laichgebiet der Rundmaularten Bach- und Flussneunauge. Diese Tiere stehen unter Naturschutz.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen die Landwirte eine geplante erhöhte Wasserentnahme. Deshalb haben sie einen großen Informationsbedarf. „Der Wassereinzugsbereich vergrößert sich“, erklärt Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolks. „Wir haben uns die Pläne vom OOWV vorstellen lassen und werden die Sorgen und Nöte der Landwirte in unserer Einwendung zusammenfassen.“ Bislang seien die Landwirte mit der Wasserentnahme in den vergangenen 30 Jahren gut klargekommen. Und auch jetzt möchte er das Thema sachlich diskutieren und dann sorgfältig abwägen, welche Konsequenzen eine erhöhte Wasserförderung haben könnte.

Nach Angaben des OOWV soll die Entnahmesteigerung mit dem Ziel der Minimierung von Umweltauswirkungen unterschiedlich auf die Förderbrunnen verteilt werden. Hierdurch, so der Verband, könnten zusätzlich Auswirkungen der Grundwasserentnahme im südlichen Wassergewinnungsgebiet, insbesondere im Bereich der Niederung der Katenbäke, ausgeschlossen werden.

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