Feuerwehrhaus-Neubau unabwendbar

„Sonst ist der Schuppen dicht“

Nur noch eine „Gnadenfrist“ gibt die Unfallkasse dem Feuerwehrhaus.

Wildeshausen - (ck) n Auf der Suche nach einem geeigneten Standort fürs neue Feuerwehrhaus sitzt der Stadt Wildeshausen nun die Zeit im Nacken. Denn die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) räumt dem jetzigen Bauwerk in Zwischenbrücken aus Sicherheitsgründen nur noch eine Gnadenfrist ein.

„Wir wären gern dort geblieben, aber es führt eben kein Weg an einem Neubau vorbei“, unterstrich Ulrich Kramer (CDU), selbst aktiv in der Feuerwehr, am Donnerstagabend im Bau- und Umweltausschuss.

Also empfahlen die Ausschuss-Mitglieder, bis spätestens Ende Juni 2014 ein neues Domizil für die Brandschützer zu errichten. Die Standortfrage soll ein Arbeitskreis klären, der sich aus Feuerwehr-Führungskräften, Fachleuten der Verwaltung und dem Ausschuss selbst zusammen setzt. Auf Vorschlag von Lars Kosten (FDP) bekam der Beschlussvorschlag den Zusatz, die Möglichkeit eines gemeinsamen Neubaus fürs Polizeikommissariat und die Ortsfeuerwehr zu prüfen.

Helmut Rang (CDU) und Rainer Kolloge (UWG) enthielten sich. Rang sah es nicht ein, dass „wir uns zu einem Neubau verdonnern lassen, ohne überhaupt schon ein Grundstück zu haben“. Und Kolloge erachtete es als „für den Bürger schwer vermittelbar, ein Haus für 1,6 Millionen zu bauen, nur weil wir ein neues Fahrzeug bekommen“.

Diese Veränderung im Fuhrpark durch den bereits bestellten „Gerätewagen Logistik“ als Ersatz für den dann auszumusternden Rüstwagen bildet aber genau die Rechtfertigung im Kompromiss, den Bürgermeister Dr. Kian Shahidi mit der Feuerwehr-Unfallkasse zur längeren Nutzung der bisherigen Immobilie ausgehandelt hatte. Kramer zeigte sich erleichtert, dass „dadurch das Damokles-Schwert eines Not-Feuerwehrhauses vom Tisch ist“.

Shahidi stellte jedoch klar, dass die FUK die Vereinbarung als hinfällig betrachte, sobald sich im Fahrzeugbestand etwas ändere.

Uwe Dekker (CDU) störte die Vorgehensweise: „Man baut doch keine neue Garage wegen eines neuen Autos. Dann muss ich eins bestellen, das auch hinein passt.“ Stadtbrandmeister Jürgen Koch erklärte, dass es sich nicht um ein zu groß konzipiertes Gerät handele: „Dies nutzen auch andere Feuerwehren im Landkreis.“ Und deshalb finanziert die Kreisverwaltung den Gerätewagen, ergänzte Kramer.

Ausschuss-Vorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) brachte es auf den Punkt: „Die Unfallkasse wollte uns das Haus schon vor dem Thema des neuen Fahrzeugs dicht machen. Wenn wir sagen, den Wagen nicht zu wollen, schließt sie uns morgen den Schuppen ab.“

Also erging die Beschlussempfehlung zugunsten des Neubaus.

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