Gebrüder Jehn bringen junges Publikum im DRK-Kindergarten richtig in Wallung

Sommerlieder als Rezept gegen dunkle Wolken

Überhaupt keine Probleme hatten David Jehn (links) und sein Bruder Nicolas, das junge Publikum im DRK-Kindergarten Harpstedt zum Mitmachen zu animieren. Auch die Erzieherinnen ließen sich nicht lange bitten. ·
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Überhaupt keine Probleme hatten David Jehn (links) und sein Bruder Nicolas, das junge Publikum im DRK-Kindergarten Harpstedt zum Mitmachen zu animieren. Auch die Erzieherinnen ließen sich nicht lange bitten. ·

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Manche sagen, wir seien gar nicht wir, weil wir keinen Bart mehr haben. Ich kann euch versichern: Wir sind‘s!“, stellte Sänger und Kontrabassist David Jehn gestern Morgen am DRK-Kindergarten Harpstedt sich und seinen nicht minder stimmgewaltigen Bruder Nicolas vor.

Auf dem Rasen hatte es sich eine Schar von Mädchen und Jungen gemütlich gemacht. Still sitzen und artig lauschen war allerdings nicht angesagt. Die Gebrüder Jehn kündigten ein Mitmachkonzert an und versprachen damit nicht zu viel. Schon bei dem zweiten Lied kamen die jungen Zuhörer richtig in Wallung.

Mit etwas Instrumentenkunde ging‘s los. Die Gitarre von Nicolas Jehn konnten die Kinder problemlos als solche identifizieren. Der Kontrabass, den die andere Hälfte des Duos zupfte, bereitete ihnen da schon etwas mehr Kopfzerbrechen. Die Kiddies tippten auf Geige, Cello oder auch E-Gitarre. „Gut, dass ihr nicht Blockflöte gesagt habt“, erwiderte David Jehn amüsiert und ließ die Auflösung des Rätsels folgen. Ihm kam die Rolle des Animateurs zu. Einen Hauch von Sommer zu versprühen, lag den Künstlern am Herzen, zumal sich der Himmel bedrohlich verdunkelte. „Wir singen weniger Regen-, sondern mehr Sonnenlieder“, versprach David Jehn.

„Ich pflanz dir einen Baum vor deine Tür“, der erste Titel, setzte bereits Mitmachmotivation voraus. Daran mangelte es wahrlich nicht. Ohne langes Bitten ahmten die Mädchen und Jungen im Refrain Naturgeräusche wie das Tirilieren der Vögel oder das Summen der Bienen singend nach. Das Schwierigste beim zweiten Song sei, dass man sich dazu hinstellen müsse, fuhr der Kontrabassist fort und erntete als Reaktion einen Zwischenruf aus dem Publikum: „Was soll denn daran schwierig sein?“ Im Nu standen die Kiddies, und dann galt es, in die Hände zu klatschen, mit den Fingern zu schnippen, mit den Fäusten gegen die Brust zu trommeln, mit dem Kopf zu nicken, mit den Füßen zu stampfen und auf der Stelle zu tanzen. Mit jedem Refrain kam eine neue „Bewegungsaufgabe“ hinzu. Die Kleinen fanden daran großen Gefallen – wie am ganzen Mitmachkonzert.

David Jehn, der zeitweilig auch Mandoline spielte, lebt in Bremen, sein Bruder Nicolas in Worpswede. Die Songtexte der beiden entstanden im Wesentlichen in der Worpsweder Musikwerkstatt. Die Brüder sammeln auch Lieder aus aller Welt, die ein junges Publikum ansprechen.

„Wir sind mittlerweile schon rund 25 Jahre unterwegs“, verriet der Gitarrist am Rande des Konzerts. Das Duo tritt deutschlandweit in Kindergärten und Schulen auf. Vergangene Woche standen die talentierten Entertainer in Leipzig und Hamburg auf der Bühne. Aber auch die Umgebung von Harpstedt ist ihnen nicht unbekannt. Nicolas Jehn erinnerte sich etwa an eine Fortbildung, „die wir vor langer Zeit an den Berufsbildenden Schulen in Syke geleitet haben“.

Näheres zu den beiden Musikern ist im Internet nachzulesen.

http://www.gebruederjehn.de

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