Finanzminister Möllring in Vechta

Sogar von Opposition gelobt

Helmut Dornieden (5.v.l.) begrüßte Hartmut Möllring (3.v.r.) im Finanzamt Vechta.

Oldenburg - VECHTA (cs) n „Der Finanzminister ist nicht hier, weil er dem Chef besonders auf die Finger gucken muss“, betonte Helmut Dornieden, Vorsteher des Finanzamtes Vechta, gestern. Hartmut Möllring (CDU) erklärte, dass er „versucht, nacheinander alle Finanzämter zu besuchen – Vechta war jetzt einfach dran.“ Schließlich ist es auch schon elf Jahre her, dass ein Niedersächsischer Finanzminister beim Finanzamt zu Gast war – nämlich mit Willi Waike bei der Einweihung des Neubaus 1998.

Zunächst sprach Möllring mit Mitarbeitern des Finanzamts – knapp 300 Leute arbeiten hier. Dann führte ihn Vorsteher Dornrieden durch die Räume. Mit dabei waren auch Mitarbeiter aus dem Ministerium, des Finanzamts, Vechtas stellvertretender Bürgermeister Claus Dalinghaus (CDU) und Landtagsabgeordneter Stephan Siemer (CDU).

„Die Besuche in den Finanzämtern möchte ich auch nutzen, um mich persönlich bei den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit zu bedanken. Außerdem sind mir die Besuche wichtig, weil ich dabei die Möglichkeit habe, von den Beschäftigten zu erfahren, wo sie der Schuh drückt und wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sehen“, erklärte Möllring. In der Kreisstadt habe es aber nicht viel zu bemängeln gegeben, „jeder möchte ein höheres Gehalt und schneller befördert werden, aber große Kritik gab es nicht“. In Niedersachsen gebe es 62 Finanzämter, „und nur wenige haben das Glück, in einem Gebäude zu arbeiten, das gerade mal elf Jahre alt ist“, betonte der Minister. Das Finanzamt lobte er – schließlich „ist es ein einkommensstarkes Finanzamt“. Das sei vor allem auf das ländliche Einzugsgebiet und damit die Ernährungsindustrie und -wirtschaft zurückzuführen. Die Behörde in Vechta ist für das allgemeine Besteuerungsverfahren im Landkreis Vechta, der Stadt Wildeshausen und den Gemeinden Dötlingen und Großenkneten zuständig. Außerdem werden die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe für die Finanzämter Cloppenburg, Delmenhorst und Osnabrück geprüft.

Eine gute Nachricht konnte Dornieden gleich verkünden: „Das aktuelle Steueraufkommen liegt etwa zehn Millionen Euro über dem des Vorjahres.“ 2008 nahm die Behörde etwa 599 Millionen Euro ein.

Sowohl der Vorsteher des Vechtaer Finanzamts als auch Möllring betonten die gute personelle Ausstattung. Rund 280 Mitarbeiter, gut die Hälfte davon sind Frauen, arbeiten im Finanzamt. „Zurzeit haben wir drei krankheitsbedingte Ausfälle in wichtigen Positionen“, sagte Dornieden. Diese könne das Amt aber selber ausgleichen und müsse deswegen nicht zum Minister. „Der ist ja auch nicht schuld daran, dass sie krank sind – das hoffe ich jedenfalls“, erwiderte Möllring.

Positiv erwähnte der Minister bei seinem Besuch auch, das „Elster“, das Programm der Steuerverwaltungen zum Ausfüllen von Steuererklärungen und zur elektronischen Übermittlung der Daten, in Vechta bei jeder vierten Steuererklärung genutzt werde.

Für die Zukunft gab Möllring ebenfalls einen positiven Ausblick: „Wir steigern momentan unsere Zahl der Auszubildenden im gehobenen Dienst.“ Zurzeit würden in ganz Niedersachsen 139 junge Menschen im gehobenen Dienst ausgebildet, davon acht in Vechta. Dazu kommen noch Azubis im mittleren Dienst. „Auf den doppelten Abiturjahrgang im Jahr 2011 werden wir reagieren“, so der Minister. Dann sollten 360 Anwärter im gehobenen Dienst eingestellt werden. „Dafür bin ich sogar von der Opposition gelobt worden“, freute er sich.

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