Identität und Todesursache weiter unklar / Gefundene Kleidungsstücke und Knochen stammen von einer Frau

Skelett gibt Ermittlern Rätsel auf

Großräumig abgesperrt wurde der Fundort zwecks Bergung des Skeletts und Spurensicherung.

Gross Ippener - Von Jürgen Bohlken Der Leichenfund vom Pfingstmontagnachmittag in einem Laubwald unweit des Birkenwegs im Raum Groß Ippener (wir berichteten gestern) gibt den Ermittlern Rätsel auf.

Identität und Todesursache sind weiter unklar. Entgegen ersten Vermutungen stammen die von Spaziergängern entdeckten Kleidungsstücke und Knochen, die aus dem Erdreich ragten, nun doch nicht von dem seit Juni vergangenen Jahres vermissten Bremer Samir Bagdady (30), sondern von einer Frau.

Die Polizei sperrte den Fundort sofort ab. Spezialisten des Bundeskriminalamtes aus Wiesbaden bargen die menschlichen Überreste zusammen mit einer Anthropologin der Rechtsmedizin Hamburg. Das zog sich bis in den späten Mittwochabend hin.

Gefunden worden sei „ein vollständiges Skelett mitsamt Kopf“, so Dr. Rainer du Mesnil de Rochemont von der Staatsanwaltschaft Oldenburg. „Zumindest auf den allerersten Blick deutet nichts auf ein Gewaltverbrechen hin“, äußerte er sich gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Das geborgene Skelett lässt darauf schließen, dass die Tote schon sehr lange in dem Waldstück gelegen hat – Monate, vielleicht sogar Jahre? Dies erklärt, warum die Ermittler noch keine näheren Angaben zur Person machen können, nicht einmal zum ungefähren Alter der Frau. Rückschlüsse auf ihre Identität und die Todesursache versprechen sich die Ermittler von der für gestern Nachmittag angesetzten Untersuchung der Überreste in der Gerichtsmedizin in Hamburg. Staatsanwalt Rainer du Mesnil de Rochemont hofft, dass erste Ergebnisse am heutigen Freitag vorliegen – „früher sicher nicht“. Das Alter der Toten ließe sich anhand des Zahnstatus eingrenzen, sofern ein aussagefähiger Kieferabdruck gemacht werden kann. „Dann wäre auch ein Abgleich mit Daten von Vermissten aus zahnärztlichen Unterlagen möglich. Auf diese Weise könnten wir vielleicht die Identität klären.“

Dass zwischenzeitlich die Bremer Polizei die Ermittlungen führte, weil anfangs ein Zusammenhang mit dem seit Juni 2009 vermissten – in Huchting aufgewachsenen – Autohändler Samir Bagdady vermutet worden war, kommt nicht von ungefähr: Eine Tasche des Mannes war nach seinem Verschwinden in der Nähe des jetzigen Fundortes entdeckt worden.

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