Workshop in Harpstedt mit Simulation zu erneuerbaren Energien im Landkreis

„Sind am Anfang des Weges“

Hartmut Frölling (l.) vom Klimazentrum Kirchhatten und Cord Remke (r.), Vorsitzender der Harpstedter Energie-Agentur, begrüßten Hans Heinrich Schmidt-Kanefendt. ·
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Hartmut Frölling (l.) vom Klimazentrum Kirchhatten und Cord Remke (r.), Vorsitzender der Harpstedter Energie-Agentur, begrüßten Hans Heinrich Schmidt-Kanefendt. ·

Harpstedt - Von Martin SiemerDie Energiewende ist in aller Munde. Viele Institutionen und Organisationen engagieren sich in diesem Bereich. So auch die Harpstedter Energie-Agentur (HEA), die sich für erneuerbare Energien und für die konsequente Nutzung von Energieeinsparpotenzialen einsetzt. Gestern veranstaltete sie gemeinsam mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) im Harpstedter Restaurant „Charisma“ einen Workshop mit dem Titel „Landkreis Oldenburg – 100 Prozent erneuerbar“.

Dozent Hans Heinrich Schmidt-Kanefendt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ostfalia-Hochschule Wolfenbüttel, stellte dabei die von ihm entwickelte Simulations-Software für 100 Prozent-Erneuerbare-Energien-Regionen vor.

Die Vorstellung von einer dauerhaften zukunftssicheren Energieversorgung gewinnt an Anziehungskraft. Denn die fossilen Brennstoffe sind endlich. Doch es gibt auch viele Zweifler und Kritiker, die eine Umsetzung für unrealistisch halten. „Wir werden aber gar nicht anders können. Die Frage ist nur, ob wir freiwillig die Energiewende vollziehen oder gezwungenermaßen. Die Umweltprobleme durch fossile Energieträger wiegen immer schwerer“, sagte Hans Heinrich Schmidt-Kanefendt am Rande des Workshops.

Mit der von ihm entwickelten Software lassen sich Effizienzpotenziale und der mögliche Energiebedarf darstellen. Die Ergebnisse der Simulationen können unter anderem bei der Erstellung von Klimaschutz- oder Energiekonzepten Anwendung finden. „Der Landkreis Oldenburg ist zwar auf einem guten Weg, hat aber den Großteil des Weges noch vor sich“, betonte der Fachmann.

Neben den Erfahrungen mit der Software stand bei den rund 30 Teilnehmern natürlich der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. „Es gibt einen sehr regen Austausch, bedingt durch die bunte Mischung der Teilnehmer und die damit verbundenen verschiedenen Sichtweisen“, freute sich Schmidt-Kanefendt. Zu den Teilnehmern zählten Bürgermeister aus den Kreiskommunen, Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter, ebenso ehrenamtlich Tätige im Bereich des Klimaschutzes und Studenten der Universität Oldenburg.

Julia Kuhn studiert Sustainability Economics and Management (SEM). Sie arbeitet mit an der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts für den Landkreis Oldenburg. „Wir recherchieren für dieses Projekt und arbeiten zu“, erläuterte sie. Für sie war es im Workshop interessant zu sehen, wie die Simulationssoftware arbeitet. „Und man nimmt die Stimmung der anderen Teilnehmer auf“, sagte sie. Eine Erfahrung, die auch in ihre tägliche Arbeit einfließt.

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