Neue Alterskönigin Marga Osterloh weist Konkurrenz in die Schranken / Dötlinger Nachwuchs schießt heute Könige aus

Simon Schröder regiert die Schützen

Das neue Dötlinger Königshaus mit (v.l.) Gustav Stasiak, Alterskönigin Marga Osterloh, Claus Richter, Klaus-Dieter Ulrich, König Simon Schröder, Daniela Schröder, Dierk Hoffrogge, Antje Riese, Damenkönig Lore Markus und Nina Hoffrogge.

Dötlingen - (ll) · 32 Bewerber schossen auf die Königsscheibe, doch nur einer von ihnen konnte den Thron besteigen. Unter großem Jubel rief Uwe Peper aus dem Vorstand des Schützenvereins Dötlingen am Himmelfahrts-Abend auf dem Schützenhofsaal „Unter den Linden“ Simon Schröder (32) zum neuen Herrscher über das Dötlinger Schützenvolk aus. Mit seiner Gattin Daniela wird der Windkraftanlagen-Mechaniker nun ein Jahr lang den Verein nach außen hin repräsentieren. Damit tritt das Paar die Nachfolge von Werner und Lore Markus an.

Ein Umschießen war am Himmelfahrtstag nicht erforderlich. „Seine Majestät“ legte 33 Ringe vor. Klaus-Dieter Ulrich zog zwar ringzahlmäßig gleich, aber hätte den Thron ohnehin nicht besteigen können, da er noch der Sperrfrist unterliegt. Am nächsten kam noch Dierk Hoffrogge heran, der mit nur einem Ring weniger (32) knapp die Königswürde verfehlte. Beide Schützenbrüder begleiten das Königspaar jetzt als Adjutanten durch seine Regentschaftszeit.

Damen-Königin wurde überraschenderweise Lore Markus mit 28 Ringen, obwohl Antje Riese mit 29 einen Ring mehr schoss. Bereits im vergangenen Jahr war sie mit zwei Ringen besser positioniert, als der zum Alterskönig proklamierte Claus Richter. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte der erste Vorsitzende Marcus Leberecht, dass Antje Riese auch Mitglied im Schützenverein Lüerte-Holzhausen sei und darum in Dötlingen keinen Thron besteigen dürfe.

Ebenfalls 28 Ringe erzielte Nina Hoffrogge, die aber ebenfalls noch der Sperrzeit unterliegt. Somit begleiten sie und Antje Riese Lore Markus als Adjutantinnen.

Zum „Alterskönig“ wurde Marga Osterloh gekürt. Mit 29 Ringen konnte die 72-Jährige vor allem die Konkurrenz aus dem „männlichen Lager“ auf Distanz halten und machte Gustav Stasiak (28/30), der mit Claus Richter (28/28) um die Adjutantenreihenfolge umschießen musste, zu ihren Begleitern. 2006 war die erfahrene Schützin bereits Damen-Königin, nachdem sie vorher fünf Mal als Adjutantin im Königshaus vertreten war. „Ich wollte unbedingt Alters-Königin werden“, ging damit auch der stille Wunsch des 72-jährigen Mitglieds der „Ü 60“ in Erfüllung.

Traditionell wurde am Himmelfahrts-Nachmittag das scheidende Königspaar Werner und Lore Markus von ihrer Residenz abgeholt, dem sich ein Festmarsch durch das Dorf anschloss. Ehe nach Ankunft bei der Schießanlage mit dem Königsschießen begonnen wurde, hatten die Schützen noch Kränze am Ehrenmal niedergelegt. Für den erforderlichen Gleichschritt während des Umzugs sorgten das Blasorchester Ellenstedt und der Spielmannszug Hatten.

Traditionell wurde am Donnerstag auch der im Vorfeld der Schützenfeste in der Gemeinde Dötlingen ausgeschossene „Haake-Beck-Orden“ verleihen. Promoter Jens Hasselberg hatte die Ehre, den Orden Ralf Kuhlmann (Neerstedt) ans Revers zu heften. Auf dem Treppchen standen ihm Hergen Grashorn (Neerstedt) und Jürgen Steenken (Brettorf) zur Seite. Es war die Verleihung des 20. „Haake-Beck-Ordens“.

Die Erringung des 15-Mann-Pokals war eine eindeutige Sache: Hier setzte sich der SV Brettorf durch. Bei den „ersten“ Mannschaften siegten sie mit 730 Ringen vor dem SV Dötlingen (700) und dem SV Simmerhausen (694). Bei den „zweiten“ Teams legte der SV Brettorf 709 Ringe vor, gefolgt von SV Neerstedt (688) und SV Dötlingen (684).

Heute Abend wird das Dötlinger Königshaus komplettiert. Im Rahmen des Kinderschützenfestes wird der Nachwuchs um Königswürden schießen. Die Proklamation ist gegen 19.30 Uhr geplant.

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