Landkreis laut Studie recht krisensicher

In sieben Rubriken mit Spitzenplatz

Landkreis - · Eine erstmals vorgenommene bundesweite Untersuchung des „Pestel-Instituts“ zur regionalen Krisenfestigkeit zeigt den Landkreis Oldenburg auf Rang 188 von 412 getesteten Regionen.

Ob Banken kollabieren, Rohstoffe knapp werden oder der Klimawandel die Ernährungssicherheit bedroht, mag offen bleiben. Sicher ist: Die nächste Krise kommt bestimmt.

Eine bewusste Vorbereitung der Regionen darauf scheint bisher eher die Ausnahme. In die Studie bezogen die Fachleute 18 Indikatoren aus den Bereichen „Soziales“, „Wohnen“, „Verkehr“, „Flächennutzung“, „Energie“ und „Wirtschaft“ ein. Diese Rubriken beschreiben die Verletzbarkeit einer Kommune. Sie zeigen weiterhin, wie gut auch im Krisenfall die Handlungsfähigkeit eines Landkreises oder einer Stadt durch Flexibilität, Ressourcenausstattung und Sozialkapital erhalten bleibt.

Bei sieben Indikatoren liegt der Landkreis Oldenburg im Spitzenbereich, viermal wurde ein Mittelplatz erreicht und bei sieben Indikatoren reichte es nur für einen Rang am Ende der Tabelle.

Überraschend mag die Bewertung einzelner Indikatoren erscheinen. So wurde im Hinblick auf die Krisenfestigkeit ein hoher Anteil an Industriebeschäftigten negativ beurteilt. Das liegt daran, weil insbesondere die exportorientierte Industrie anfälliger gegen globale Krisen ist als kleine und mittlere Betriebe. Diese wurde durch die Finanzkrise des Jahres 2008 gerade bestätigt.

Insgesamt zeigt die Studie, dass nicht unbedingt internationale Wettbewerbsfähigkeit Sicherheit für die Zukunft signalisiert. Gerade in der öffentlichen Diskussion eher vernachlässigte Bereiche bieten Schutz vor den Auswirkungen von Krisen. Dezentrale Energieerzeugung, soziale Stabilität, Verfügbarkeit von land- und forstwirtschaftlichen Flächen und Arbeitsplätze vor Ort helfen bei der regionalen Abfederung weit mehr.

In einer komplexen und global vernetzten Welt können entfernt entstehende Krisen unmittelbar die Versorgung von Bevölkerung und Unternehmen bedrohen. Selbst eine globale Krise wird tatsächlich erst durch die Konsequenzen vor Ort und in der Region spürbar.

Den Landkreisen und kreisfreien Städten können die Gutachter des „Pestel-Instituts“ nur empfehlen, sich mit möglichen Krisenszenarien wesentlich intensiver zu befassen als bisher. Starke Regionen sind wichtig als Rückfallpositionen und als präventiver Handlungsraum für mehr Krisenfestigkeit.

Die vollständige Statistik veröffentlicht das Institut ab Montag, 27. Dezember, auch im Internet.

http://www.pestel-institut.de

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